2009 Gardasee die Erste - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2009 Gardasee die Erste

Touren
Gardasee vom 28.September bis 03. Oktober 2009

Nach schleppenden Anmelderückläufen schien es, dass gerade einmal Zwei Mitglieder des Motorradfahrer Stammtisch‘die Fahrt in Angriff nehmen würden. Doch kurz vor oder auch knapp nach Ablauf des gesetzten Anmeldeschlusses konnte ich für 6 Motorradler auf Zimmersuche gehen. Sogar die Länge der Reise wurde spontan, den Wünschen der Mitfahrer so angepasst dass wir von 4 auf 6 Tage erweitern konnten. Das Hotel Garni al Frontoio in Arco schien eine angemessene Unterkunft zu bieten.
Montag 28.09.2009
Die Anfahrt nach Arco gestalten wir ganz individuell. Andrea und Ferdl waren bereits in den Dolomiten unterwegs und reisen von dort aus an. Uli und Hans transportieren ihre Enduros auf einem Anhänger an den Gardasee.
Peter und ich treffen uns um 8:00 Uhr bei bestem Motorradfahrerwetter an Tankstelle Vogel in Karpfhofen, legen dort den groben Routenverlauf fest und haben bereits bei der Anfahrt, zumindest ab Zirl, einen kurzweiligen Streckenverlauf vor uns. Selbst das ein oder andere Orientierungsproblem lässt fahrerisch keine Langeweile aufkommen.
Über die Westumfahrung München geht es natürlich auf der A95 nach Garmisch.
Am Rasthaus Zirler Berg gönnen wir uns noch ein zweites Frühstück und nutzen die Gelegenheit uns ein bisschen aufzuwärmen. Zeigt das Thermometer an der BMW doch nur schattige 9 bis 15 Grad. Fast schon bereue die Lederkombi für die Tour gewählt zu haben. Ab Zirl beschließe ich spontan das nervige Innsbruck über Axams und Mutters zu umfahren, Für Peter eine neue Alternative die er künftig sicher auch wieder gerne nutzen wird.
Bei Sonnenschein und nun endlich Lederkombigerechten Temperaturen,  geht es immer regelkonform (guter Rat an alle Biker - irgendwo steht dort immer einer mit Radarpistole) über den Brenner nach Sterzing und das Penser Joch. Auf der Passhöhe verzehren wir eine gute Portion Spaghetti. Peters Navi leitet uns später problemlos durch Bozen Richtung Mendel Pass. Wer die 17 Kehren und die oft recht enge Passagen an Felswänden entlang hinauf zum Mendelpass fährt, sollte um das Panorama zu genießen unbedingt an einem der Aussichtspunkte anhalten. Fahren und schauen könnte dort sehr schnell richtig in’s Auge gehen. Trotz seiner nur 1362 m ist der Pass ein Genuss! Da es auf der Mendel Passhöhe (welche auch eine Deutsch Italienische Sprachgrenze darstellt) bereits 15:00 geschlagen hat beschließen wir nun keine weiteren Kaffeepausen mehr einzulegen.
Über einen kleinen „Verfahrer“ der uns nach Sporminore und Lover führt finden wir dann doch noch die Route über Spormaggiore - Molveno und Riva di Garda nach Arco. Die Suche znach dem Hotel al Frontoio erleichtert uns Peter’s Navi wieder erheblich. So gegen 18:00 Uhr öffnet uns dann Hans das Tor zur Tiefgarage in der bereits die anderen vier Bikes auf den nächsten Tag warten.
Das Hotel wirklich schön und schick ausgestattet… nur die Lage an einer Hauptstraße stellt sich als etwas – sagen wir mal „suboptimal“ dar. Wer Ruhe bis in die Morgenstunden sucht wird hier nicht unbedingt glücklich sein. Die Zimmer, Tiefgarage etc ohne Tadel. Das Frühstück ist i. O. wobei der Automatenkaffee nicht die Erwartungen an italienischen Kaffee erfüllt….(für mich ist er nur ….. grauselig) Dass es hier noch Verbesserungspotential gäbe haben wir angemerkt. Da Getränke wie Wein und Bier (Paulaner) an der Hausbar ausgeschenkt werden, stellt sich das Fehlen eines eigenen Restaurants, solange das Wetter passt, nicht als ganz großer Nachteil dar. In ca. 10-15 Minuten Gehentfernung haben wir mit der Pizzeria Centrale die Pizzeria unseres Geschmacks ausfindig gemacht. 
Wenn das Centrale Ruhetag hat, ist ein paar Meter weiter ein weiteres Kulinarisches Highlight mit dem  Ristorante da Gianni zu finden  Beide sind es absolut Wert besucht zu werden.
Am Dienstag den 29.10.2009 teilen wir uns in 2 Gruppen auf. Uli und Hans wollten ihren Enduros (KTM 950 und Yamaha XT660) etwas Staub zu schnaufen geben.
Bis Andrea, Ferdl, Peter & ich in die Tiefgarage kommen, sind die beiden schon längst on Road.
Wir nehmen die vom Gardasee westliche Route über – Albola – Molina di Ledro – Pieve di Ledro – Bezzecca – Tiorno di Sopra – und die knackige enge Auffahrt bis zum Hotel Albergo Garda am Tremalzo, vor. Dort gönnen wir uns auch schon wieder den ersten Cappuccino, genießen das wunderbare Wetter und die gute Aussicht. Da ab hier für Motorräder „par ordre de mufti“ nicht mehr legal weiter geht und unsere Bikes für die kommenden Passagen ohnehin ungeeignet sind, fahren wir wieder zurück und über– Storo, Bondono, Ladrone, Bagolino, das Valle de Caffaro, und  Carmprass zum Groce Domini. Die auf meiner Karte noch fett Gelb gezeichnete „Straße“ ist in marodem Zustand. Fahrbar - keine Frage - aber für den Supersportler unter uns eigentlich eine Zumutung. Einspurig eng, Frostaufbrüche usw. aber mir gefällt sie. Oben am Ristorante beim Abzweig zum „Domini“, wo es mit der Naturstraße weiter geht, ist eine kurze Pause und Beratung fällig. Dem V-Strom Treiber der sich uns angehängt hat und dem unser Fahrtempo sehr gut gefällt, würde sich uns gerne anschließen. Kein Problem doch leider ist sein Basislager am Stilfser Joch und unseres am Gardasee – schade.
Wie wollen wir weiter? Dass die Auffahrt vor 10 Jahren noch eine 2-Spurige Autobahn gewesen sei glaubt mir keiner ….auch nicht, dass uns über den Domini leicht `ne Harley oder eine Duc entgegen kommen könnte. Also sprechen sich 50% der Teilnehmer gegen die Naturstraße aus. Das macht für mich, bei einer Enthaltung, einen glatten demokratischen Wahlverlust. So fahren wir über ein kleines Kurvenreiches Sträßchen hinunter nach Astrio und Breno. Kurz vor Breno kommen uns eine orangenfarbene KTM und die blaue XT entgegen …Hallo ….. Hans – Uli – habt ihr uns gesehen? An Capo die Ponte vorbei wird es Zeit in Forno Alione etwas gegen Peter`s Unterzucker zu tun. "Sagenhafte" Panini und zur Not auch ein Toast helfen über den ersten Hunger hinweg.
Ein kurzer Schwatz mit einem Basler Pärchen die mit ….na was sonst …Goldwing samt Schweizer Fähnli unterwegs sind.
Die Farbe des Lichts wird bereits wärmer und so müssen wir uns ein bisschen sputen. Auf nun gut ausgebauten, breiten Straßen treiben wir das Quintett über Edolo, den Passo Tonale, Vermiglio, Dimaro, den Pso di Campo Carlo Magno, Madonna di Campiglio, Carisolo, Pinzolo, Bolbeno, Lomaso, Fiave und Tenno zurück nach Arco wo uns bereits Hans und Uli erwarten ….habt ihr uns gesehen ?
Mittwoch den 30.09.2009 wollen wir gemeinsam Touren. Wieder ist bestes Bikerwetter und so soll es uns auf kleinsten Straßen in das östliche Trentino führen.
Der Einstieg in die Tour gestaltet sich jedoch nicht so Problemlos wie gedacht. Auf seltsame Weise stimmen Karte und die Orte welche wir passieren nicht überein. Aber wir müssen von Arco aus Dro passiert haben. Pierramurata kommt mir bekannt vor und so steigen wir über einen Umweg doch noch in die geplante Route ein. Auf gut und flott zu fahrenden, breiten Straßen führt uns die Landkarte über Pergolese, am Lago di Cavedine vorbei zum Monte di Cavedine. Dort gönnen wir uns natürlich den obligaten Cappuccino.
Engere Pfade führen uns durch den Wald alsbald hinunter nach Drena, Lasino, Lagoio, Tambosi, und Garnica Terme. Wenn der Wald sich lichtet sollte ruhig mal einen Gang herunter geschalten werden um gefahrlos die tollen Ausblicke auf Hochwiesen und Täler zu genießen. Ab Cimone werden die Straßen wieder breiter und die Bremsen können auch gut ein bisschen Kühlluft vertragen.
Ohne schwierige Passagen führen weiterhin gut ausgebaute Asphaltstraßen nach Aldeno, Mattarello, Besenello / Calliano, Folgaria, Pso di Sommo , Centa San Nicolo, Vattaro, Bosentino, Calcernica al Lago nach Pergine. Dieser Streckenabschnitt ist nun wirklich nicht langweilig, kann aber auch uneingeschränkt von dicken Cruisern gefahren werden. Ab Pergine findet sich ein weiteres Highlight mit der kleinen nicht enden wollenden Auffahrt nach Vignola Falesina. Die Suche lohnt auf alle Fälle, so klein und kurvig dass es eine Freude ist. An der Passhöhe haben wir uns auch Energietanken für die Fahrer verdient und gönnen uns eine kleine Pause. Etwas breiter aber nicht minder spektakulär fällt die Straße bergab an Levico Terme und Levico vorbei nach Caldonazzo. 
Dort suchen wir den Einstieg zum Kaiserjägerweg. Richtig spannend ist diese Auffahrt und wer mit Dickschiffen aufsteigen möchte, sollte diese schon gut beherrschen ….sonst ist rangieren angesagt. An Lavarone vorbei wollen wir das Forte Belvedere besichtigen doch bereits am vorgelegenen Parkplatz scheint Schluss zu sein. Erstens ist der Mini Platz bereits belegt und Zweitens wollen wir nicht mit der ganzen Ausrüstung zum Forte marschieren. Also ignorieren wir den roten Ring auf weißem Grund und fahren bis zum Fort. Ziemlich pampig gibt uns der zahnlose, nicht gerade vertrauenerweckend aussehende Kassier zu verstehen, dass wir uns schleichen sollen. Was wir in diesem Fall auch ohne Wehmut tun. Mit den nächsten Motorradgruppen fahre ich das Forte erst gar nicht mehr an.
Da auch schon wieder Abendnebel aufzuziehen scheint begeben wir uns auf den schnellen Heimweg über Capello, Chiesa, Carbonara di F. ,Folgaria, Nomi, Pomordo, Isera, Mori, Loppio und Nago nach ArcoDa die Pizzeria unseres Vertrauens heute Ruhetag hat, weichen wir auf das „da Gianni“ aus. Dort gönnen wir uns ein 3-Gängemenü welches immer Tischweise gewählt werden muss. Zudem vergrößert sich unsere Gruppe unerwartet um Manuela,die wir problemlos auch in unserem Hotel unterbringen können.
Am Donnerstag den 01.10.2009 ist es ein bisschen nebelig was aber der nun 7-Köpfigen Truppe nicht die Lust am Motorradfahren nimmt. Michi hat heute frei und darf sich irgendwo hinter dem heutigen Tourguide Hans einfügen.
Hans hat auch für Heute wieder ein besonderes Schmankerl parat. Von Arco und Riva aus führt uns Hans am Westufer des Gardasees über Limone und  S. Pietro die schier glatte Wand hinauf nach Pieve. Jeder PKW- Gegenverkehr zwingt zum Halt. Auf die sicher spektakuläre Aussicht müssen wir wegen des diesigen Wetters leider verzichten. Auch so ist der Aufstieg ein weiteres fahrerisches Highlight.

In Pieve gönnen wir uns natürlich den Cappuccino im Hotel Paradiso sowie von der "Schauderterrasse" den senkrechten Blick auf die Uferstraße des Gardasees. Es wäre doch eine Attraktion die Plattform ab und an etwas abkippen zu lassen, denkt der Konstrukteur und Sadist in uns. Leider haben wir Andrea und Ferdl bereits vor Pieve verloren, doch Handy sei Dank, können wir für die Mittagspause einen Treffpunkt am Idrosee ausmachen. Nach der Cappuccino-Stärkung führt uns Hans von Kurve zu Kurve nach Arias, Sermergio, Tignale, Gargagno, Navazzo zur Zigarettenpause für Peter am Lago di Valvestina.
Kurz vorher wurde schon zum zweiten Mal auf dieser Reise, beinahe der offensichtlich natürliche Feind eines Motorradfahrers in Italien, Fiat Punto, Panda oder Croma, der schwarzen Flat Twin zum Verhängnis. Nur durch ein beherztes Ausweichmanöver zwischen Bistrotischen einer Bar hindurch, konnte das Überleben des italienischen Kleinwagens gesichert werden. Nun wollen wir aber zum Mittagessen! Über Vice und Capovalle nach Idro.
Gestärkt durch Pizza Spaghetti und Salat beeilen wir uns via Pieve Veccia, Anfo, Lodrone, Storo, Valle di Ampola, Val di Ledro zurück nach Arco zu kommen. Die Einen verkürzen sich die Wartezeit zur abendlichen Superpizza mit eine angenehmen Massage, die anderen mit einem kühlen Paulaner ………

Freitag 02.10.2009 
Heute wollen wir noch mal in Richtung Osten aufbrechen. Das Castel Beseno hat es uns angetan und so wir wollen uns die Festung auch aus der Nähe begutachten.
Wir versuchen noch einmal den verpassten Einstieg vom Mittwoch zu finden. Wieder auf falscher Fährte drehe ich dieses Mal mit der Gruppe früher um und finde tatsächlich Bolognano, folge dort einfach dem braunen Hinweisschild zum „Monte Creino“. Wird schon passen …und es passt.
Wieder können wir eine enge Bergstraße genießen doch gilt es vorher die alte Gummikuh, mit VS-Kennzeichen vor uns zu schnupfen bevor es zu Spät und an Überholen nicht mehr zu Denken ist. Die Auffahrt von Bolognano nach Santa Barbara ist sicher nicht geeignet Anfängern eine entspannte Fahrt zu bieten. Wer es aber locker angehen lässt und keine Probleme mit engen, einspurigen Kehren hat, wird richtig viel Spass haben! Der Bergrücken um Santa Barbara empfängt uns mit warmem Morgenlicht und Bodennebel über den Wiesen - Traumhaft. Ab Ronzo Chienis wird die Straße auch wieder breiter, führt uns an Castellano und den Lago di Cei vorbei. Die Umleitung westlich um Cimone herum beschert uns wieder eine einspurige Kurzweil wie gemacht für unsere Endurofahrer. Von Aldeno aus über Nomi zum Castel Beseno bedarf es keiner gesonderten Beschreibung – übliche Hauptverkehrsstraßen halt. Das Castel Beseno ist absolut sehenswert uns sollte wirklich nicht nur links liegen gelassen werden. Die Auffahrt zum Parkplatz zeigt zwar auf wo die Grenzen von Super- und Tourensportreifen liegen. Mit ein bisschen Gefühl an der Gashand bekommen auch Drehmomentstarke Bikes dort oben ein Park-Plätzchen. Ausgesprochen freundlich empfängt uns dieses Mal der Kassierer und bietet sogar von sich aus an, die schweren Motorradutensilien in seiner Kammer aufzubewahren.

Bemerkenswert - hier steht bei manchen Exponaten ausdrücklich „berühren erwünscht“ und so entsteht ein Portrait von Ritter Uli und Knappe Unam. Nach so viel Kultur und Spaß gönnen wir uns natürlich die notwendige Stärkung gleich im Lokal am Burgparkplatz. Frisch gestärkt wollen wir uns nun in das Val d Astico aufmachen.
In Besenello wollen wir warten bis sich die Gruppe wieder gesammelt hat, doch das dauert……… Ferdl, der nun endlich auftaucht teilt uns den Grund der Verzögerung mit. Die Triumph hat bei der Abfahrt vom Parkplatz ungesunden Kontakt mit einer Bruchsteinmauer gehabt …..also drehen wir um, um nach dem Rechten zu sehen. Gott sei Dank ist die Fahrerin, bis auf ein geknicktes Selbstbewusstsein, in Ordnung. 
Doch für die „Tripple“ ist hier erst einmal Schichtende. Den ersten Ansatz, das Malheur von einem nahegelegenen Triumphdealer richten zu lassen, verwerfen wir. Hans bietet daher an für die Heimreise seinen Platz auf dem Anhänger zu räumen. Also brechen wir hier die Tagestour ab. Andrea darf nun als Sozia auf der Flat Twin Platz nehmen. Trotz Allem machen wir uns natürlich wieder auf Motorradfreundlicher Route auf den Rückweg. Wie der Teufel will löst sich die Gruppe heute ungewollt wieder auf.
Peter, Andrea und ich warten an einem Abzweig auf den Rest der Gruppe und haben gar nicht bemerkt. dass die vier Anderen während eines Wendemanövers bereits an uns vorbei gefahren sind. Daher drehen wir um und fahren ein gutes Stück zurück. Da wir aber keine Anzeichen für ein weiteres Malheur finden, machen wir uns nun auch endgültig über den Lago di Cei, Ronzo Chienis und Loppio auf den Rückweg. Bis wir im Hotel ankommen, sind Hans, Uli und Ferdl bereits wieder unterwegs die „Tripple“ zu bergen. Den letzten Abend der Saisonabschlusstour feiern wir ungeachtet des finanziellen Schadens gebührend im „Centrale“ .
Samstag 03.10.2009
Die Motorräder sind verladen, Gefrühstückt ist auch und zur Wiedergutmachung für die Automatenbrühe macht uns die nette Dame an der Rezeption noch'n echten „Essepresso“. Die Bezahlung der Zimmer gestaltet sich noch etwas „Italienisch“ aber am Ende werden wir alle doch noch unser Geld los. Ferdl mag sich nimmer durch’s Hinterland quälen und wird die Highwayroute nehmen. Das Hänger Gespann mit den verladenen Enduros und der maladen Street Tripple, nehmen selbstredend auch die Brennerschnellstraße. Peter auf XJ900, Hans auf XT660 und ich auf der R1200R suchen noch einmal Spaß! Bei frostigen Temperaturen machen wir uns auf um von Arco aus über Tenno, Fiave, Lomaso, Dorsino, 
San Lorenzo zum Molvenosee zu fahren um dort die erste Zigarettenpause einzulegen. Dickere Handschuhe und die nächste Schicht der Zwiebeltaktik anlegen.
Wieder Nonstopp jagen wir nach Spormaggiore, Talo, Sanzeno und Fondo zur nächsten Zigaretten- und Zwiebelpause an der Gampenpasshöhe. Danach schnell weiter über Lana und Meran zum Speck kaufen nach Scenna. Man erkennt schon - kaum Pausen …es zieht uns nach Hause obwohl die Streckenführung keine Langeweile aufkommen lässt.
Ziemlich erfolglos versuchen wir den Autoschlangen von Meran aus zum Jauffen Pass zu entkommen. Oft fühlen sich die PKW- Treiber im Verkehr benachteiligt und machen unvermittelt die verbleibende Überholspur für die Motorradfahrer dicht. Heute fallen besonders untermotorisierte Kleinwagen und ein Minivan Duo aus Westfalen unangenehm auf. Sie scheren bei jedem unserer Überholversuche unvermittelt aus und versuchen uns abzudrängen. Schade dass hier keine Kamerabestückte Zivilstreife unterwegs ist, denn dass was der Touranfahrer hier treibt ist eindeutig Nötigung und zudem gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr!
An der ersten Albergo nach der Jauffen-Passhöhe wird es daher Zeit uns eine stärkende Portion Spaghetti zuzuführen. Sonnenschein und Scharen von Motorradfahrern sorgen zudem für ein kurzweiliges Mittagserlebnis. Nach der Mittagspause scheint das letzte Schmankerl der Heimfahrt hinunter nach Sterzing auf uns zu warten. Doch nach den ersten flotten Kurven ist wieder dieses Minivanduo vor uns . Mist, die müssen auch Pause gemacht haben …der vierte Überholversuch klappt dann doch…scheinbar hat Hr. Schulmeister an dieser Stelle nie und nimmer mit einem Überholvorgang gerechnet! Hans und Peter nutzen auch die nächsten Geraden und ziehen endlich vorbei.
Ab Sterzing fahren wir dann die obligatorische Brenner Bundesstraße. In Deutschland ist Feiertag und schönes Wetter, was bedeutet dass die Österreichische Gendarmerie Großeinsatz hat. Trotzdem kann ich ein Hindernis in Form eines Wohnmobils bald ungestraft hinter mir lassen und setze mich so etwas von Hans und Peter ab…..wir werden uns ja bald wieder treffen. Den Brenner herunter kann ich die Beiden aber immer noch nicht im Rückspiegel ausmachen, so dass ich an Abzweig nach Mutters eine kleine Zwangspause einlegen kann.
Na ja wie gesagt Großkampftag für die Gendarmerie ….Peter und Hans sind in die Falle gegangen. Ein Überholmanöver im Überholverbot, genau auf Höhe der Ordnungshüter……macht eigentlich pro Person 135 Euro aber die beiden Herren bekommen, nachdem sie den Helm abnehmen, einen….Seniorenrabatt . Echt wahr!!!! Und ich glaube wieder an das Gute in Österreichischen Ordnungshütern.
Wieder umfahren wir Innsbruck über Axam. Am Zirler Berg nochmals eine kleine Zigarettenpause für Peter, auf der Garmischer Autobahn eine kurze Kaffeepause von Peter spendiert.
Bei Einbruch der Dämmerung verabschieden Peter und ich den Hans vor der Indersdorfer Eisdiele, gönnen uns aber noch ein Eis als Absacker und finden….
“scheee war’s wieder ………… !!„

 
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