2009 Schwarzwald Süd - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2009 Schwarzwald Süd

Touren
Vatertagstour vom 21. bis 24. Mai 2009
Was der Bauer nicht kennt…… Wie kann man nur mit dem Motorrad in den Schwarzwald fahren … wo doch die Dolomiten so nah sind. Na ja, 350 km sind 350 km egal ob ich sie gen Süden oder gen Westen fahre. Trotz Boykott Aufrufen finden sich aber doch 5 Mitfahrer die es wissen wollen!
Donnerstag 21.5.
Hermann auf Yamaha FZ600 Fazer, Michi auf R1150RT, Uli auf XJ900 und ich mit mit der R1200R starten am Donnerstag von Hermann’s Haus in Arnbach gen Westen.  Bevor wir auf die Autobahn nach Ulm auffahren, machen wir  in Odelzhausen die Bikes noch voll. Hier stößt auch Manfred mit seiner Yamaha 850TRX zu uns. Manfred muss aber  heute Abend wieder zurück sein und hat somit eine ausgesprochen ausgedehnte Tour vor sich. Ohne Stau und nur von wenigen Regentopfen begleitet, können wir bei Ulm die A 8 in Richtung Dornstadt verlassen. Über Blaubeuren, Schelklingen und Schmiechen geht es unter „kundiger“ Führung über die Höhen der Schwäbischen Alb. Die geplante Kaffeepause in Trochtelfingen muss dann doch wegen spontaner Routenänderung ausfallen. 
Ob die befahrenen Wirtschaftswege dem Tourguide tatsächlich bekannt sind lassen wir hier mal offen. Letztendlich können wir dann nach Gammertingen und Veringenstadt die Kaffeepause in Sigmaringen abhalten. Hier stößt auch Michael III mit seiner 850TDM zu der Gruppe.
Gerade rechtzeitig zur Donautaldurchquerung werden die letzten Wolken von der  die Sonne verdrängt. Am Kloster Beuron vorbei wollen wir am Knopfmacherfelsen unser Mittagsmenü einnehmen … doch auf Grund der dort verweilenden Menschenmassen scheint es sinniger an Friedingen, Neuhausen, Tuttlingen und Immendingen vorbei zu fahren und erst in Geisingen Pause zu machen.
Die letzten Kilometer über Donaueschingen sind durch einige Umleitungen geprägt. Kurz vor Titisee Neustadt verabschieden wir dann Manfred, der ja noch zurück nach FFB muss. Wir restlichen 5 nehmen auf Grund eines drohenden Gewitters den direkten Weg über den Feldberg, Todtnau und Schönau nach Tunau zur „Tanne“. Noch bevor wir absteigen können nimmt uns der nicht grade mundfaule Seniorchef in Empfang und führt uns zum Motorradlunterstand.
Bald stellt sich auch heraus, dass der Seniorchef und Touguide Michi II die gleiche Sprache sprechen, was sich natürlich nie und nimmer auf die Zimmerzuteilung auswirkt. Trotzdem hat Michi II als Alleinübernachter das größte Zimmer. Die Tanne ist wunderbar ruhig am Berg gelegen. Die Zimmer ohne TV und Telefon (wen stört es im Handyzeitalter?) aber wie das ganze Haus dem Alter entsprechend urig und gemütlich – Hallenbad Sauna – alles da.  Das Essen ist Top, die Halbpension eine echte Empfehlung!  Besonders erwähnenswert ist auch die Hausgemachte Schwarzwälder Kirschtorte die es zu verteidigen gilt – Kochen kann man in der Tanne auf alle Fälle!! 
Für die teilnehmenden Indersdorfer Stammtischler gibt es dann tatsächlich noch ein „selbstgebügeltes“, individuelles Schwarzwaldtour – T- Shirt.

Der Freitag 22.5. beginnt nach nächtlich heftigen Gewittern etwas feucht. Uli muss leider gleich nach dem Frühstück ungeplant den Heimweg antreten. Ein Notfall in der Familie lässt ihm einfach keine andere Alternative.
Wir restlichen Vier nahmen dann erst relativ spät Fahrt auf. Von Tunau hinunter nach Schönau, kurz vor Utzenfeld links ab Richtung Belchen zum Wiedener Eck über das Münstertal bis zum Abzweig nach Stohren. Vor 2 Jahren noch gesperrt, zeigt sich dieses Sträßchen heute in bestem Zustand, so dass wir nach flotter Fahrt bald auf die Schauinslandstraße treffen. Ab hier geht es über die ehemalige Bergrennstrecke, auf der dieses Jahr wieder vom 23. – 26. Juli die Schauinsland Klassik stattfindet (http://www.schauinsland-klassik.de), hinunter nach Freiburg.
In Freiburg besuchen wir natürlich das Münster, welches sich wieder einmal verhüllt zeigt. Natürlich nehmen wir eine Brotzeit zu uns und machen uns bei strahlendem Sonnenschein wieder auf den Weg zur Rennstrecke. An der Holzschlägermatte ist es für einen Freitag super ruhig. Leider ist das Gasthaus an der Kurve nicht mehr bewirtet und man kann nur hoffen, dass sich vielleicht doch noch einmal ein Pächter findet. An der Passhöhe machen wir eine kleine Pause zum "Motorräder schauen".
Nach einem kurzen Check der Uhr beschließen wir zur Schwarzwälder Torte nach Tunau zurück zu fahren. Eine dreiviertel Stunde wird’s nach Meinung der Ortsfremden schon noch dauern, so dass Luft bleibt den Weg über Hofsgrund, Steinwasen, Notschrei, Todtnauberg zu nehmen und bei Geschwend einen kleinen Schlenker nach Präg, Todtmoos Weg, Häg und Mambach zu machen. Ein Umfaller an der Einmündung zur B317 zeigt nun dass die Freunde schon schwindelig gefahren sind und die letzten 10 Minuten zum Hotel nun wirklich angetreten werden sollten. Abschlussbemerkung von Michi I: „ so 100 m Geradeaus hätten scho ab und zu dazwischen sein können!“
Abends stoßen dann noch vom Klaus und Ralf mit Ana samt Töchterchen zum Abendessen hinzu. Ralf und Ana (kein Schreibfehler) hatte ich über 20 Jahre nicht gesehen, man wie die Zeit vergeht.
Am Samstag den 23. 5. fahren dann tatsächlich Klaus und Ralf mit. Da meine alten Hausstrecken eher westlich des Wehratals lagen und Ralfs Hausstrecken eher östlich davon, übergebe später ich Führung der Truppe an ihn.
Anfangs leite ich die „Gang“ von Tunau übers Hochgescheid nach Herrenschwand und Todtmoos zum Tanken. Das „Moossträßchen“ über Hochgescheid ist in den meisten Straßenkarten als gesperrt gekennzeichnet, doch konnte ich weit und breit kein Verbotsschild erkennen. Der ziemlich neue Wegweiser am Abzweig zwischen Tunau und Schönau lässt vermuten, dass das Schild vor nicht allzu langer Zeit ausschließliche Forst und Landwirtschaftliche Nutzung abgelöst hat.
Ab Todtmoos treibt es mich durch’s Wehratal. Ab Wehr überlasse ich dann Ralf das Ruder. Über den Hotzenwald, also Rüttehof, Hottingen und Schachen geht’s über Albbruck in das Albtal. Durch den ersten Teil des Albtals geht es ohne nennenswerte Geraden immer von einer Schräglage in die Gegenüberliegende. Rechts, links, rechts, links, führt das Sträßchen Richtung St. Blasien. Steinschlag ist in diesem Streckenabschnitt keine Seltenheit. Und so fällt mir an diesem Tag ein stattlicher Brocken vor die Räder. Ein heftiger Schlag aufs Handgelenk, ein Hopserle hinten und schon ist die Sache vergessen. Steine, auch große, sind halt doch nicht so gefährlich wie allgemein angenommen.
Kurze Zigarettenpause an der Albsee-Staumauer und schon geht es weiter nach St. Blasien. Dort wird die Bayerische Fraktion in den Dom entlassen und die Badenser gehen Eis essen.
Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen müssen wir noch nach Titisee. Die B500 führt uns erst nach Bärental, von wo wir die westliche Seestraße nach Titisee wählen. Der Touristenort zeigt sich wesentlich Motorradfeindlicher als der Rest des südlichen Schwarzwalds. Kaum wird ein Bike abgestellt, schon hängt ein Knöllchen dran. Wir suchen daher den sehr abgelegenen Auto und Motorradstellplatz auf. Angesichts des Bikerfeindlichen Verhaltens beschließen wir dann doch lieber hier kein Geld zu investieren und unserer Kirschtorte lieber in der Tanne zu genießen.
Ralf leitet uns über die B500 nach Aha, Rütte, den Hochkopf und Präg nach Tunau zurück.
Nach der Torte ist der Tag erwartungsgemäß gelaufen. Ralf muss leider nach Hause. Später machen wir uns tatsächlich noch auf das Motorradtreffen in Todtnau zu besuchen. Klein, übersichtlich und angesichts der etwas „rustikalen“ 3 Mann „Rockband“ trinken wir unser Betthupferl am Ende doch lieber in der Tanne.
Sonntag der 24.5. ist Heimreisetag.
Natürlich wollen wir nicht den direkten Weg über die B31 und B311 gen Osten nehmen nehmen sondern wählen die Route über Schönau, Präg, St. Blasien und den Motorradtreff an der Schluchsee Staumauer. Dort biegen wir rechts Richtung Bonndorf ab. An der Badischen Staatsbrauerei Rothaus machen wir einen kurzen Fotostopp um zu zeigen wo das geliebte „Tannezäpfle“ her kommt. Dr Brinkmann’s Wohnhaus – das nicht weit entfernte Heimatmuseum Hüsli – sparen wir uns natürlich. Schwarzwalklinik Fans sei aber ein Besuch empfohlen. In Bonndorf wird bei „Adler“ der berühmte Schwarzwälder Schinken in Massen hergestellt. Nicht schlecht aber ich ziehe den Schinken direkt vom Bauern trotzdem vor.  
Ohne Pause fahren wir durch die traumhafte Wutachschlucht über Blumberg, Geislingen nach Tuttlingen. Dort besuchen wir das sehenswerte Lokomotiven Museum. Heute trauen wir uns sogar am Knopfmacherfelsen Mittagspause zu machen. Auf den Fußweg zum Aussichtspunkt verzichten wir aber auch heute. Im Donautal bietet sich noch ein fantastischer Blick auf die Klosteranlage Beuron bevor wir in Sigmaringen dringend benötigten Kraftstoff bunkern. Wie immer bei der Heimfahrt treibt es uns nun voran. Nach Bingen, Langenenslingen und Riedlingen begeben wir uns auf die B312 um dann über die A7 und A96 schnellstmöglich nach Hause zu kommen. Ein Abschiedskaffe mit Kuchen am Landsberger Rasthof und schon ist beschlossen da fahr’n wir wieder hin.
Unterkünfte in der Nähe:
 Hotel Rübezahl Todtnauberg
 Vier Löwen Schönau
 Adler Schönau

 
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