2010 ADAC-Sicherheitstraining - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2010 ADAC-Sicherheitstraining

Touren
Sicherheitstraining April und Mai 2010
Obwohl unser früherer Trainer ausgefallen ist und wir daher in diesem Jahr ein ADAC Sicherheitstraining zu regulären Konditionen buchen mussten, war der Andrang so groß, dass wir gleich eine ganze und eine halbe Trainingseinheit beim ADAC in Augsburg buchen konnten.
Die 5 Trainingsteilnehmer für Sonntag den 18.April 2010 (Hermann, Sven, Korbinian, Christoph, der kurzfristig für Edin eingesprungen ist, und ich) werden zu den üblichen ADAC-Wochenendtarifen über mich abgerechnet. Das Wetter ist für den April angemessen. Bewölkt aber kein Regen, was der Trainer eigentlich bedauert. Ideales Wetter für ein Sicherheitstraining sei nun mal Pisswetter.
Eine Vorstellungs- und Kennenlernrunde macht klar, dass die meisten Fahrer relativ wenig Fahrpraxis aufweisen. Trotz des hohen Altersdurchschnitts sind viele Führerscheinneulinge oder Wiedereinsteiger dabei. Der Trainer mit 15 Jahren Fahrpraxis und ich, mit 31Jahren sind heute die „On the Road Senioren“. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung geht es schon bald auf die Strecke. 
Wieder bin ich erstaunt dass so wenige Motorradfahrer wissen wie das Fahren und Lenken eigentlich wirklich abläuft. Einlenken durch Gewichtsverlagerung, drücken am Tank oder gar einschlagen des Vorderrades in Kurvenrichtung wurde vermutet …..im Notfall macht es aber Sinn zu wissen wie es wirklich läuft! Daher wird erst einmal die richtige Lenktechnik „Erfahren“. Die unterschiedlichen Abläufe bei Schritttempo und bei höherer Geschwindigkeit werden von einigen erstmals bewusst erlebt.
Nach ersten Lockerungs– und Turnübungen auf den Motorrädern gefolgt von Slalomfahrten beginnen wir mit den Bremsübungen. Keine Frage! Die ABS – Motrräder sind eindeutig im Vorteil. Gnadenlos können sie ankern während die anderen erst einmal das blockierende Vorderrad erfühlen lernen. Korbinian „erfühlt“ es mit seiner 125er auf der nassen Bremsstrecke nachhaltig. Blinker ab, Lenker und Schalthebel verbogen und das abgerissene Kreuzband wird im Sommer wieder angenäht. Wir beide müssen daher das Training zum Mittagessen abbrechen. Uli wird direkt von seinem Sonntags – Spaziergang zum Rücktransport des Mopeds abberufen. Ich kümmere mich um den gestürtzten oder besser gesagt um die Beruhigung seiner Mutter.
Trotz weiterer Bremsmanöver verläuft der Rest des Trainings Unfallfrei. Auch die Fahrdynamikstrecke scheint Laune zu machen und auf der trockenen Kreisbahn werden bis zu 45Km/h erreicht – offensichtlich ein idealer Saisoneinstieg.
Das Training am 6.Mai beginnt unter nicht ganz so guten Vorzeichen. Zwei Tage vor dem Training verletzt sich Peter beim Garteln so dass an eine Teilnahme nicht zu denken ist. Knochenabsplitterungen am Fuß – na ja damit haben wir die optimale Teilnehmerzahl von 10 Personen getroffen. Kurz nachdem Peter aufgelegt hat, ruft Christof an. Sein Vater, der Uli, liegt im Krankenhaus und muss kurzfristig operiert werden. Also fallen die beiden auch aus - aber Hauptsache Uli wird wieder!! Ein Firmen oder Vereinstermin beim ADAC sollte wirklich nur gebucht werden wenn ausreichend Ersatzfahrer zur Verfügung stehen. Denn, da nun die Teilnehmerzahl auf 8 geschrumpft ist, 
würden für die restlichen Fahrer die Teilnahmegebühr höher ausfällen als bei Einzelbuchung. Mit den Krankmeldungen der beiden wird der ADAC nach längeren Verhandlungen, mit Hilfe der Zentrale in München aber doch noch eine annehmbare Lösung für das Problem finden. Nichtteilnahme wegen schlechtem Wetter ist aber ein absolutes No Go!
Heute ist „ideales“ Trainingswetter – es Regnet und verspricht nicht besser zu werden. Trotzdem erscheinen die verbliebenen 8 Fahrer (Manuela, Christian und Hans W, Konrad S, Herbert O., Werner G. Uli B. mit Sozai und ich) pünktlich an der Schreyer Tankstelle!
Die Einweisung verläuft Ähnlich vie im April, doch da wir uns alle kennen ist die Vorstellungsrunde eher kurz. Wieder Turnen auf den Bikes und wieder Bremsen. Die ABS Motorräder trumpfen bei diesen Straßenbedingungen noch stärker auf und machen besonders bei Nässe 5 und mehr Meter gut. 
Trotz des anhaltenden Regens fahren alle Teilnehmer sämtliche Übungen locker, entspannt und flott – Manuela schrappt auf der Fahrdynamikstrecke eins ums andere mit den Fußrasten um die Kurven und auf der Kreisbahn pendeln wir uns bei deutlich über 50 km/h ein. Der Instruktor muss uns dann doch einbremsen. So am Limit würde üblicherweise nicht einmal bei Trockenheit gefahren. Wir sind fasziniert was bei Nässe alles geht, wohl wissend, dass diese griffigen Bedingungen der Trainingsstrecke selten so homogen auf den öffentlichen Straßen anzutreffen sind. Auch nach 30 Jahren Fahrpraxis habe ich, wie alle anderen auch, noch etwas dazugelernt. Richtig war die Einschätzung des Trainers im April – das beste Wetter für ein Sicherheitstraining ist .......Regenwetter!
Ein großes Lob an Uli’s Sozia die immer lächelnd den ganzen Tag tapfer ausgehalten hat. Zufrieden und gut auf die Saison vorbereitet machen wir uns bei trockener Straße auf den Heimweg.
 
 
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