2010 Dolomiten - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2010 Dolomiten

Touren
Vatertagstour vom 13. bis 16. Mai 2010 in die Dolomiten / Arabba

Anfahrt: 13. Mai: Nachdem im Vorfeld doch 2 gemeldete Teilnehmer wegen Krankheit und nicht verschiebbarer beruflicher Termine ausgefallen sind, machen sich am Vatertag doch noch 8 wetterfeste Motorradfahrer auf um nach Arabba zu fahren.

Nachdem ich Maria um 9:00 vom Autozug aus Hamburg in München in Empfang genommen habe, fahren wir bei Regenwetter erst über Garmisch, den Zirler Berg und die Innsbruck - Umfahrung über Axams, zum Brenner. Am Brennerpass können, bei nun trockenen Straßen, Günni I und Gige aus Baden Württemberg zu uns stoßen. Ein kurzer Anruf um 12:00 bei den anderen verblieben Teilnehmern ergibt, dass Michael II und Günni II über die Ostroute direkt nach Arabba fahren werden.

Nach einer leckeren Pizza in einer, von außen unscheinbaren Bar -gegenüber der Kirche in Brenner, geht es zu Viert (3 Zephyr 750 und eine R1200R) weiter nach Brixen und über das Gardatal nach Arabba
Gerade rechtzeitig vor dem nächsten Regenguss checken wir im Albergo Pordoi ein. Kaum sind das Gepäck und die Motorräder verstaut, kommen auch Michi II mit seiner TDM 850 und Günni II auf R1200GS gesund und munter an. Auch sie konnten anscheinend den Großteil ihrer Anfahrt bei trockenen Straßen bewältigen.
Keine Frage, der erste Abend ist ausgesprochen unterhaltsam. Fast alles neue Gesichter und somit sind neue Geschichten und Gags angesagt. Hinzu kommt der Austausch üblicher Frotzeleien mit einer weiteren Motorrad - Gruppe der Sorte Mensch, die laut Werbung alles außer „Düütsch“ können und hauptsächlich BMWs bewegen. Wenn die „Schafferles“ nicht immer so früh auf die Piste gingen, hätten wir uns glatt ihren Touren angeschlossen!
Die Freitagstour am 14. Mai beginnt kühl aber trocken. Von Arabba aus fahren wir über Andraz zum ersten Fotostopp am Paso Falzarego (2105m). Über Procol wollen wir zur Passhöhe des Pso di Giau auf 2233m. Die Straßen haben in diesem langen Winter enorm gelitten. Leichte Ausrutscher der „R“ beim Herausbeschleunigen aus den Kurven machen klar, dass die vielen Frostaufbrüche Split und Schmutz auf den Straßen hinterlassen haben was eine vorausschauende Fahrweise erfordert. Wo mein Michelin Pilot Road 2 noch müde lächelnd um die Kurven wetzt, haben die Reifen von  Günni I’s  Zephyr schon längst mit Haftungsverlust auf dem kaltem und feuchtem Fahrbahnbelag zu kämpfen. 
Durch schönste Winterlandschaften erreichen wir „Trockenen Rades“ die Passhöhe des Giau, warten bis die Gruppe komplett ist und machen uns wegen der einsetzenden Graupelschauer sofort wieder auf den Weg  nach Selva di Cadora. Von Zoldo Alto geht es zum Pso Duran in 1601m Höhe. Da leichter Regen einsetzt gönne ich dem Team eine kleine Kaffee- und Aufwärmpause. Weil eine Radlerregenhose doch nicht das ideale Motorradfahrer-Outfit ist, muss sich Maria auch noch trocken legen.
Just als wir die wieder auf die Motorräder steigen fährt die Konkurrenzgruppe aus dem Hotel auf den Parkplatz. Großes Hallo und natürlich fahren wir die nächsten Meter gemeinsam weiter.
Da wir über den Forco Aurine 1297m und den Pso di Cereda 1369m nach Tornadico wollen trennen sich unsere Wege aber in Agordo schon wieder.
Wie für uns bestellt gibt es zum Mittagessen Sonnenschein, so dass wir die Spaghetti Aglio Olio im Freien genießen können. Gesättigt führt uns der letzte Abschnitt der Tour nun über Siror zum Pso di Rolle 1970m, den verschneiten – Pso di Valles 2033m und den Pso di san Pellegrino 1918m nach Moena. In Canazei wird schon für den nächsten Tag getankt um dann, als Betthupferl über den Passo Pordoj 2239m zurück nach Arabba zu fahren
Samstag den 15. Mai scheint es trocken zu sein, doch vom Pordoj kommen die PKW mit Schneehäubchen auf Motorhaube und Dach angefahren. Ein fürsorglicher Subaru-Fahrer deutet bergauf, deutet auf uns und schüttelt den Kopf. 100 bis 150 m Höhenunterschied können schon über den Straßenzustand entscheiden und so verwerfen wir die geplante Route über den Pordoj Richtung Süden sondern beschließen den Umweg über den etwas weniger hohen Pso di Fedaja (2057m) zu fahren. Schwere Schneewolken begleiten uns, drohen, halten ihre schlüpfrige Last aber zurück. Der erste Fotostopp bietet sich an der Staumauer des Fedaja Stausees an.
Einsetzende Graupelschauer mahnen zur Weiterfahrt nach Canazei. Von dort aus können wir trocken durch das Fassatal nach Moena und Cavalese zum Einstieg in die Manghen – Passtraße in Molina fahren, wo der nächste Fotostopp angesagt ist. Damit jeder nach seinen Wünschen die schmale Passstraße in Angriff nehmen kann, lösen wir von hier aus die Gruppe auf. Die GS1200 gefolgt von der gleich starken R gehen in Vorlage, Doch das schmale Sträßchen mit ihren engen Kehren zeigt sich teils verschmutzt und schmierig. Nach zwei drei Rutschern lasse ich es dann doch etwas gelassener angehen. Zu gering ist der Sturzraum um es auf einen Abflug ankommen zu lassen. An der Manghenhütte am Passo di Manghen auf 2047 m sammeln wir uns wieder. 
Michi II muss belehrt werden, dass seit 1990 ihn nicht mehr jede geschlossene Schranke zur Flucht animieren soll und er künftig getrost der Straße folgen kann ;o) . Spaß bei Seite - Glück gehabt und sein ungewollter Ausflug in einen Feldweg hatte keine größeren Folgen.
Bei leckerer Pasta konnten wir dann auch wieder etwas Wärme für die Abfahrt nach Borgo tanken. Wie wir feststellen müssen ist der Manghen offensichtlich für manche Biker eine enorme Herausforderung, denn ein völlig verkrampfter Niederländer räumt uns schier von der Straße weil er mit starrem Blick aufs Vorderrad keinen mm ausweichen kann. Wir können nur hoffen dass er auf der anderen, verschneiten Seite sturzfrei weiterkommt.
Von Levico Therme gönnen wir uns den flotten, gut zu fahrenden Aufstieg nach Vignola. Am Abzweig nach Falesina warteten die beiden Günnis und ich auf den Rest der Gruppe … dabei muss ich wohl eingeschlafen sein, denn unvermittelt mussten wir meine R von der Straße klauben. Auch Spaß bei Seite: beim freimachen des Abzweigs ohne Motorkraft hatte ich doch glatt vergessen den Seitenständer einzuklappen …
Ab Pergine fahren wir dann auf schneller Bahn über Vigalzano und Torchio nach Baselga wo wir uns einen letzten Cappuccino gönnen. An Bodello vorbei nach Sover, Castello Molina und einem obligaten Tankstopp in Canazei fahren wir wieder über den nun trockenen Passo Pordoj wieder nach Arabba.

Der Sonntag ist wieder viel zu früh da. Nach dem Frühstück trennen sich dann unsere Wege da BMW- Günni und TDM - Michi wieder über Lienz nach Hause fahren. Kawa – Günni, Gige, Maria und ich bemühen uns über den Brenner.
Dass Günni und Gige ihre Kawas des Nachts geputzt hatten, muss natürlich bestraft werden, denn am Brenner schneit es …Ätsch!!
Günni’s BMW kuschelt, wie ich später erfahre, noch ein bisschen mit einer Transalp die sich auf Glatteis flachlegt hat. Den Fahrern passiert zum Glück nichts.
Trotz eher trauriger Wetterbedingungen war es, insbesondere wegen der richtigen Einstellung der Fahrer, wieder eine geglückte Vatertagstour. 6 MotorradfahrerInnen, aus 6 Landkreisen und 3 Bundesländern, hatten auch diesmal auf und abseits der Straße ihren Spaß!

 
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