2010 Levico - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2010 Levico

Touren
Saisonabschlußfahrt an den Lago die Levico vom 3. bis 8. 10. 2010
Viel Nebel und gelegentlich ein bisschen Wasser 

Sonntag 03.10.2010
Die Tour begann in diesem Jahr eigentlich schon am Vortag mit dem Verladen der Bikes auf die Anhänger. Peter, Hans und Michael konnten so pünktlich um 7:00 ab der Tankstelle Vogel in Karpfhofen Richtung Levico starten. Nach gemütlicher Fahrt über die A8 Salzburg, die Inntal- und Brennerautobahn checken wir bereits gegen 13:30 im Hotel du Lac in Levico Terme ein. 
Dann schnell die Motorräder abladen Anhänger abkuppeln, umziehen und die erste Tour starten. Die Tour beginnt erst nach einer kurzen Ehrenrunde durch Levico. Mein Navi war wohl der Meinung dass irgendjemand etwas im Hotel vergessen haben musste und führte uns nach wenigen hundert Metern zurück zum Hotel. Nach diesem kleinen peinlichen Intermezzo finden wir aber dann doch noch den Weg hinauf nach Vetriolo Terme. Die breit ausgebaute Straße verleitet sogleich zu forscherer Gangart. Neun rund zu fahrende Kehren, über 40 weitere mehr oder weniger starke Kurven und ab und an ein Steinchen oder Schmutz auf der Strecke machen das Salz in der Suppe. An der Albergo Aurora – aus einer früheren Fahrt als „Küheschlafplatz“ bekannt – sind die Reifen warm. Dort biegen wir links ab und fahren nun etwas vorsichtiger das nasse, enge und überaus kurvige Sträßlein über Falesina nach Pergine hinunter. Bei tief hängenden Wolken und trübem Licht begleiten wir ab Pergine das Flüsschen Fersina ins Val del Mocheni. In Lenzi sind wir uns einig, dass die Anfahrt und das diesige Wetter uns so müde gemacht haben, dass wir nun direkt auf der Westseite des Tals zurück Richtung Pergine fahren. Am Nordufer des Levico Sees lassen nochmals etliche harmonische links rechts Kombinationen die Gashand zucken … aber dann ist es wirklich Zeit für ein Anlegerbier… wie der Segler unter uns zu sagen pflegt.
Montag 04.10.2010 (273km)
Die Wetteraussichten sind mau für den heutigen Tag. Jedoch sagen diverse Online Wetterfeen für den Norden trockenere Bedingungen voraus als für den hiesigen Süden. Da Peter in Schenna ohnehin Speck kaufen möchte, bietet sich dieses Ziel für den heutigen Tag geradezu an. Peter und Hans geben in ihre Navis das Ziel ein und ich aktiviere die bereits am Vorabend ausgearbeitete Tour. Gewiss hätten wir die Strecke in halber Zeit geschafft aber zu viele kleinste schlangenartige Sträßchen lockten auf der Karte.
An der Nordseite des Levicosee fahren wir wieder die Reifen warm, lassen auf schnellstem Weg Pergine hinter uns und schon schwingen wir die leicht zu fahrende aber kurzweilige Provinzstraße am Lago di Serraia vorbei bis nach Molina. 
Zwischenzeitlich hat die Sonne sogar ein Einsehen und blinzelt uns immer wieder fröhlich an. Nach den vielen Kurven und den tollen Aussichten entlang dem Val die Cembre kommt uns die „48“ ab Molina beinahe wie eine Autobahn vor. Erst dar Steilabstieg nach Auer ist wieder ein Genus und lädt zum Fotostopp ein.
Eigentlich wäre es langsam einmal Zeit für eine kleine Kaffeepause aber irgendwie finden wir auf der zähen Verbindungsstraße zwischen Trento und Bozen nicht das richtige Ambiente. Baustellen, stinkende LKW und sogar die Sonne kapituliert wieder. Ich bin heilfroh dass mein „Zumo“ in Pinetta ankündigt endlich rechts abbiegen zu können. Klein, eng, winkelig windet sich das Sträßchen den Berg hinauf. Ideal für Hans’ XT660 und meine R1200R. Peter scheint mit seiner XJ900 ein bisschen im Nachteil zu sein, denn bei der Streckenbewertung am Reiterhof Stadleck zeigen seine Daumen nach unten. Ohnehin sind ihm, seit er das Rauchen aufgegeben hat, unsere „dauernden“ Fotopausen solch ein Gräuel, dass er uns immer wieder weiter treibt. Die einspurige Abfahrt nach Bozen erfordert mit Frostaufbrüchen, Sand, Kies und Dreck auf der Straße einigermaßen geübte Fahrer.

In Bozen hat uns die „Zivilisation „ wieder. Rücksichtslose Busfahrer schieben, drängeln wechseln Spuren als gäbe es kein Morgen. Doch viel gefährlicher für uns sind die erstaunlich vielen deutschen Autofahrer. Sie wollen zwar italienisch im Verkehr mitschwimmen, haben aber das „System“ wohl doch nicht ganz verstanden.
Die Navis der beiden anderen zeigen an dass wir wohl bald am Ziel ankommen werden. Meines hingegen meldet mindestens noch doppelten Zeitaufwand. Immer noch ohne Kaffeepause biege ich kurz vor Terlano rechts ab. Einer Rennstrecke gleich führt hier die Straße nach Mölten hinauf. Auf der nun folgenden Hochebene bieten weidende Kühe, Nebel in den Senken, hier und da ein Aussiedlerhof, eine Idylle die es wert ist ein anderes mal erwandert zu werden. Aber immer noch ohne Kaffee, merke ich wie langsam meine Konzentration nachlässt und im, keine 10km mehr entfernten Schenna, endlich die verdiente Pause angesagt ist. 
Bei schlechter Sicht und nasser Straße durch die Wolkendecke fahrend, folgt Peter einer alten Familientradition und schmeißt seine XJ in die Ecke. Das verbogene Fußraster ist schnell gerichtet. Eine kurze Analyse der Situation und der Spuren lässt nur den Schluss zu, dass gerade einmal 100cm Überbremsen des Vorderrades bei nasser Straße ziemlich wehtun können. Aber diesmal ging es zum Glück glimpflich ab. Jetzt ist aber wirklich Pause angesagt.
Warum in Schenna der Bär so tanzt entzieht sich immer noch meinem Verständnis, aber in dem Ort wimmelt es nur so von alternden Touristen. Der Speck alleine kann es wohl nicht sein …… daher erst eine Pizza und Speck kaufen und dann nichts wie weg.
Das Wetter wird schlechter und die Wolken versprechen ergiebigen Guss. Zudem ist Peters Ego angekratzt und der Tag neigt sich dem Ende. Also lassen wir unseren elektronischen Scouts den schnellsten Weg nach Levico suchen. Wir schaffen es trotzdem nicht vor dem großen Regen und werden so richtig nass! Um 18:00 Uhr lassen wir dann bei einem Anlegerbier den Tag Revue passieren.
Dienstag 5.10.2010. (64km)
Der Wecker klingelt, und draußen rauscht es. Wo war da denn ein Bach in der Nähe? Nein kein Bach - es regnet oder besser es schüttet. Auch nach dem Frühstück ist keine Besserung in Sicht und so beschließen wir den Bürgerkäfig anzuwerfen und uns ein bisschen Kultur zu geben. Nachdem uns im letzten Jahr ein Kassenwart aus dem Gruselkabinett durch seine freundliche zuvorkommende Art vom Besuch des Werks Gschwent oder ex Forte Belvedere abgehalten hat, war das Museum diesmal geschlossen. Trotzdem haben wir die Anlage von außen besichtigt. Heute begrünt und ansprechend gestaltet ist es kaum noch vorstellbar, dass zu aktiven Zeiten des Fortes das gesamte Gelände mit Sprengkratern übersäht war und kaum ein Grashalm bestehen konnte.
Nach einem guten Mittagessen und rotem Wein im empfehlenswerten Ristorante Pizzeria TEX in Vattaro, legen wir die Option doch noch eine kleine Motorradtour zu starten endgültig ad acta.
Zurück im „Du Lac“ beenden wir den Tag im Wellnessbereich des Hotels.
Mittwoch 6.10.2010 (221km)
Heute Abend werden wir Manuela vom Hauptbahnhof in Trento abholen und müssen daher unserer heutige Tagestour entsprechend einteilen. Das Wetter ist gut und der Gardasee ruft.
Von Levico über Caldonazzo schrauben wir uns das kleine kurvige Sträßchen nach Centa hinauf. Am Passo di Fricca bricht bereits die Sonne durch den Morgennebel. Einen wunderbaren Kontrast bereitet uns die im warmen, orangenen Licht scheinende Morgensonne zu den, im feuchten Dunst liegenden Talsenken. Gut gelaunt schwingen wir über den Passo di Somme dem Castel Beseno entgegen. Es ist immer wieder eine imposante Kulisse wenn das mächtige Castel plötzlich hinter einer der vielen schnellen Kurven ins Blickfeld gerät. Ab Calliano bringen wir die wenig ansprechende Route rechts der A22 möglichst schnell hinter uns,
um ab Mori in den Gebirgszug des Monte Baldo erklimmen zu können. Bereits ab Mori wird es wieder „Bikergerecht“. Zwar bremst uns der rege Verkehr noch ein bisschen ein aber die Hindernisse sind schnell überholt und dann haben wir freie Fahrt. Immer wieder müssen wir uns entscheiden …Fahren oder schauen…schauen oder fahren. Die alpinen Straßenverhältnisse und bestes Wetter machen uns das Leben auf eine besondere Art schwer. Geläutert von der Montagstour gönnen wir uns heute am Bocca di Navene auch rechtzeitig eine Pause. Von hier aus können wir eine wunderbare Aussicht auf den Gardasee genießen. Die Abfahrt nach Garda erfordert einige Umsicht. Auf dem Laubbedeckten unübersichtlichen Sträßchen könnten Schreckbremsungen leicht zu plötzlichem Kontrollverlust am Krad führen. Von Garda aus folgen wir nun der Küstenstraße gen Norden. An der Uferpromenade in Torri del Benaco stärken wir 
uns stilgerecht am Ristorante Berengario mit Spaghetti. Nun wird es aber Zeit zurück ins Hotel zu kommen, denn verschwitzt und stinkend möchte keiner von uns Manu in Empfang nehmen müssen. Ab Torbole fahren wir daher die schnellste Route nach Calliano, wieder am Castel Beseno vorbei auf kürzestem Weg zurück nach Levico.
Die Ankunft von Manuela feiern wir natürlich wieder im „Tex“. Dass ich mir mein T-Shirt für sie nicht als Roten Empfangs Teppich vom Leib gerissen habe muss ich noch heute - Jahre später – anhören.
Donnerstag 7.10.2010 (172km)
Zum Warm Fahren wählen wir heute den schmalen Kaiserjägerweg der als ehemaliges Militärsträßchen die für uns die kürzeste Verbindung zwischen Caldonazzo und dem Paso di Vezzena darstellt. Durch das Assatal ist Asiago schneller erreicht als gedacht. Ohne Stopp halten wir uns rechts, und müssen erst einmal hinter einem stinkenden Müllwagen nach Roana tuckern. Dann aber können wir ohne weitere Störungen die knackige Abfahrt von Rotzo nach Barcarola genießen. In Arsiero gönnen wir uns die erste Kaffeepause und beobachten von unserem Cafe aus das bunte Treiben um die Marktstände. Gestärkt und leidlich erholt starten wir die kaum abgekühlten Bikes um den Passo di Borcola zu erklimmen. In der Landkarte kaum hervorgehoben überrascht mich diese kleine, auf nur 1207m führende Passstraße mit seinen 19 engen Kehren.
Die fehlende grüne Markierung auf diversen Landkarten soll keinen Motorradfahrer vom Fahren dieser Strecke abhalten.
Kurzweilig wedeln wir über Francolini zum Pso di Vena auf 1496m. Nach dem Pso di Some (1349m) sehe ich den Rest der Gruppe nicht mehr in den Spiegeln. Manu hat sich Pause verordnet – eine Verantwortungsvolle, weise und gute Entscheidung. Auch alle anderen und ich sind müde und so wählen wir von hier aus den kürzesten Weg über Lavarone zurück nach Levico.
In Caldonazzo sind Günni, Michi II und Klaus angekommen. Nach einem kurzen Begrüßungsbesuch machen wir für den kommenden Tag mit den Dreien eine Tour aus und beenden den Abend im …… Tex natürlich.
Freitag 8.10.2010 (132km)
Am Freitag warten nach dem Frühstück die drei Nachzügler vor dem Hotel auf uns. Bei trübem Wetter machen wir uns wieder über die Straße am Nordufer des Lago di Levico über Pergine auf den Weg nach Trento. Ab Trento wollen wir über den Monte Bodone Richtung Riva die Garda fahren, verlieren uns aber im Gewusel der umtriebigen Stadt. Obwohl ich an einem Kreisverkehr warte stößt nur noch Wolfi zu mir. Bei Nieselregen und schlechter Sicht versuchen wir in Cavedine erfolgreich per Handy die Anderen zu kontaktieren. Schnell ist klar dass wir uns in Cimone wieder treffen müssten. Über Aldeno haben wir beide Cimone bald erreicht und warten bei Regen auf die anderen. Diese haben, den diesem Schnürlregen höchst ungemütlichen Weg über Tambosi und Garnica genommen und stoßen daher erst entsprechend spät zu uns. Als Etappenziel wird sofort die nächste erreichbare Bar 
erkoren welche wir kurz vor dem Lago die Sei finden. Nass wie die Ratten lassen wir uns dort nieder und wärmen uns bei einem verdienten Cappuccino wieder auf. Für die Gäste des Hotel Lago ist hier Ende. Wetterbesserung ist nicht in Sicht und der Wellnessbereich des Hotels lockt mit warmer Sauna. Klaus muss sich auch schon wieder auf den Weg nach Hause machen und wird von Günni und Michi II noch ein Stück begleitet. Den letzten Abend verbringen wir …..natürlich wieder im TEX…
 
 
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