2011 Schwarzwald-Süd - MoFa Stammtisch Indersdorf

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

2011 Schwarzwald-Süd

Touren
Vatertagstour 2 bis 5. Juni 2011
"Wir sind auf den Geschmack gekommen!" meinten meine Freunde als die Planung für die diesjährige Vatertagstour zur Sprache kam. Ob die Straßen des Südlichen Schwarzwalds gemeint sind oder die sagenhafte Schwarzwälder Kirschtorte die in der Tanne angeboten wird, lässt sich nicht abschließend klären. Fakt ist, dass die anfänglichen Zweifel ob meine Heimat mit den Dolomiten auch nur ansatzweise mithalten kann, nachhaltig ausgeräumt sind.

Do. 2. Juni 2011-Anfahrt:
Wieder einmal ist der Himmel über der Tankstelle im Industriegebiet von Karpfhofen, bedeckt. Trotzdem sind Andrea mit ihrer Street Tripple, Peter und Uli jeweils mit XJ900, Erich auf Moto Guzzi 1100 Sport und Michael mit R1200R pünktlich zur Abfahrt bereit. 
Manuela mit ihrer F650GS und Hans mit XT660 sind schon am Vortag abgereist. Günni mit GS1200 und sowie Michi den II auf der TDM850 werden wir in Mindelheim treffen. Bis Mindelheim ist heute wieder einmal nicht das optimale Motorradwetter, jedoch haben wir auch schon viel schlechtere Starts hinter uns. Schneller als gedacht sind wir auch an unserem ersten Zwischenziel angekommen. Die Cafe’s haben durchweg noch geschlossen und so wird das zweite Frühstück wohl ausfallen. In dem einzig offenen Lokal am Platz, der Eisdiele, wärmen wir uns bei einem Latte Macchiato auf.
Kaum haben wir ausgetrunken treffen auch schon Günni und Michi ein so dass die Fahrt auch gleich weitergehen kann. Ohne besondere fahrerische Höhepunkte machen wir Kilometer, umfahren Memmingen wir so gut es geht, um über Weingarten zum nächsten Stopp am Illmensee zu gelangen. Beim Hackl Schorsch in Illmensee gönnen wir uns die Mittagspause, stillen unseren Hunger mit Wurstsalat, Flammkuchen und Chicken Wings. Achtung,  die normale Portion Wings reicht auch für gestandene Holzfäller.

Ab jetzt sind die Straßen schon eher für Motorradfahrer gemacht. Über Illwangen – Rubacker – Wattenberg – Untersiggingen – Salem – und Stockach fahren wir nun nördlich des Bodensees zum Bikertreff „Hegaublick“ bei Engen.
Nach Kaffee und Kuchen cruisen wir, schon die Kurven des Schwarzwalds fühlend,  über Stetten, Leipferdingen und Zollhaus in die Wutachschlucht. Hier ist besonderes Augenmerk auf Wanderer zu legen die glauben unverwundbar zu sein und  daher in Rudeln, mitten auf der Straße flanieren zu können. In weiten Schwüngen führt die Straße nun nach Müchingen und Bonndorf. In Bonndorf stellt  "Adler" den berühmten Schwarzwälder Schinken industriell her und sichert den ansässigen Schweinezüchtern ihr Einkommen. Die Staatsbrauerei Rothaus lassen wir heute noch rechts liegen, wie auch den Dom zu St. Blasien.
Ab Bernau erfühlen wir dann wirklich die Motorradfreuden des südlichen Schwarzwaldes. Schnellen Kurven ziehen uns auf der L149 über Dorf nach Geschwendt zur B317. In Schönau folgen wir dem Wegweiser links nach Tunau. Vom Seniorchef der Tanne werde ich mit einem herzlichen „jo de aldi Schoofseggl isch au widda do“ begrüßt. Meine Freunde verstehen nicht wirklich was wir jetzt in vermeindlich fremder Sprache untereinander austauschen, nehmen es aber gelassen. Einen Dolmetscher haben sie zur Not ja dabei. Manu und Hans warten auch schon ungeduldig auf uns damit endlich die Begrüßungsschwarzwälder Torte bestellt werden kann.
Fr. 3. Juni- in den Hotzenwald
Für den Freitag habe ich unserer kleinen Gruppe eine Tour östlich des Wiesentals ausgesucht. Gleich zu Beginn der Tour stimmen wir ab dass wir gar nicht erst versuchen werden das gesamte Team durchgehend zusammen zu halten. Wir werden uns aber bei jedem Abzweig wieder sammeln. So kann jeder nach seinem Können und Tagesform fahren. Zudem sind die geplanten Etappen zwischen den Sammelpunkten nie so lange dass wir uns wirklich aus den Augen verlieren werden. Zum Aufwärmen schwingen wir nach Schönau hinab zur B317. Schon bei Geschwendt verlassen wir die viel befahrene B317 aber wieder nach rechts um auf schnellen, gut ausgebaute recht links Kombination über Präg hinauf nach Weg zu kommen. Der Weg ist das Ziel und so biege ich mit meinen Verfolgern in Weg gleich wieder nach rechts ab, folgen der kurvigen L146 in das Wiesental nach Mambach wo wir schon wieder auf die B317 treffen.
Nur kurz ist das Stück Bundesstraße bis wir in Atzenbach links ab fahren. Über Kehren, die denen der Alpen in nichts nachstehen, erreichen wir Riedichen und Gersbach. Schwingen die K6352 hinab um bei Au in das Wehratal, südlich Richtung Wehr abzubiegen. Zwischen hohen Felsen folgen wir der Wehra. Hier ist Vorsicht geboten. Denn einheimische Biker kennen ihre Täler aus dem FF und sind hier auch entsprechend schnell unterwegs. In Wehr ziehen in einer 30er Zone zwei Westfälische GS Treiber mit gnadenlos überhöhter Geschwindigkeit an uns vorbei. Diese "Helden" verlieren dann jedoch auf der L155 nach Bergalingen schnell den Mut. Unsicher herumeiernd schneiden sie, selbst bei dem jetzt vorgelegten Bummeltempo, jede Kurve. Sie zu Überholen ist sgefahrlos nicht möglich. Weil sie uns und den restlichen nachfolgenden Verkehr über Gebühr behindern gönne ich mir und meiner Truppe eine kleine Abkühlpause. Auf dass diese beiden Dumpfbacken unsere Wege nicht mehr kreuzen.
Ab Willaringen fahren wir dann auf der K6587 die ehemalige Bergrennstrecke Eggberg hinab Richtung Bad Säckingen. Heute werden hier, wie auch am Schauinsland bei Freiburg, nur noch Klassikrennen abgehalten. Umweltschützer und die gefährliche Streckenführung lassen keine richtigen Rennen mehr zu.
Am malerischen Bergsee bei Bad Säckingen gönnen wir uns die erste richtige Pause des Tages. Da sich die kulinarischen Künste des ehemals guten Restaurants mittlerweile in Grenzen halten, bleibt es heute bei Kaffee, Kuchen und Eis. Wieder über den Eggberg fahren wir zurück nach Willaringen, über L152 nach Rippolingen und MurgDie vielbefahren B34 entschädigt uns mit einem Blick auf die beiden Städte Lauffenburg. Napoleon hat die einst vereinte Stadt mit seiner Grenzziehung in eine Deutsche und eine Schweizer Stadt gleichen Namens geteilt.
Bei Albbruck biegen wir in das Albtal ab. Durch Felstunnel und engen unübersichtlichen Kurven folgen wir der ruppigen L149 nach Häusern. Auch das ist bei einheimischem Motorradfahren eine beliebte Strecke. Meist nur durch Felsbrocken gesichert, erfordert sie aber umsichtiges, vorausschauendes Fahren.
Ab Häusern folgen wir der B500 und der L170 nach Rothaus um die nächste Pause einzuläuten. Im Brauereibiergarten der Badischen Staatsbrauerei gibt es eine deftige Brotzeit und ein alkoholfreies Pils das sogar schmeckt. Im Andenkenladen der Brauerei können Hüte, Kappen, T-Shirts und andere "unverzichtbare" Souvenirs gekauft werden.
Für den weiteren Tagesverlauf biete ich noch eine größere Schleife über Schlücht- und Steinatal an oder einen Abstecher zum Freitäglichen Bikertreff am Schauinsland oder die wieder einmal St. Blasien. Anscheinend fordert der Schwarzwald mehr als die Dolomiten, denn der Großteil der Tourteilnehmer entscheidet sich für den kurzen Rückweg über St. Blasien mit Besuch des Doms.
Die „neuen“ besichtigen die weiße Klosterkirche mit der größten Domkuppel nördlich der Alpen. 
Wir "Alten" Schwarzwaldhasen genießen bei Cappuccino einen Hauch Florenz in Südbaden…. Sagt man über die Badenser oft sie lebten in „beinahe Toskana“ …hier könnte es fast stimmen ! Von St. Blasien aus fahren wir über die L150 nach Mutterslehen, folgen der K6591 nach Todtmoos. In Herrenschwandt biegen wir wieder links ab um über das kleine Sträßchen Hochgescheid zurück nach Tunau zu gelangen.
Michi II hat als Überraschung für uns noch eine Lage „Tannenzäpfle“ gebunkert. So kann der Feier Abend stilecht mit original Schwarzwälder Pils aus der Staatsbrauerei eingeläutet werden.
Sa. 4. Juni-durch das Markgräflerland,
Da wir gestern östlich des Wiesentals unterwegs waren liegt es nahe heute das Markgräflerland östlich des Wiesentals zu befahren.
Von Tunau und natürlich über Schönau fahren wir die gar nicht so langweilige B317 bis Zell i. Wiesental. Gleich am Ortseingang von Zell verlassen wir die Umgehungsstraße um im alten Ortskern recht zur L140 nach Adelsberg abzubiegen. Wieder überrascht der Schwarzwald mit feinsten Kehren und nicht enden wollenden links rechts Kombinationen. 

Von Tegernau aus folgen wir dem Kurvengeschlängel der K6309 nach Sallneck, Lehnacker, Kirchhausen, zur K6310 bis Hofen und über (L135) Schlächtenhaus nach Kandern. Hier müssen die Moppeds mit den kleinen Tanks befüllt werden. Eine Großbaustelle im Ort lässt uns aber etwas Orientierungslos nach Zündfähigem suchen. Nachdem der Durst der Zweiräder gestillt ist müssen wir an unser Wohlergehen denken und fahren über die L132 nach Sitzenkirch und zum Schloß Bürgeln.
Das Schloß kann wegen einer Veranstaltung leider nicht besichtigt werden. So begnügen wir uns wieder einmal bei Kaffee und Kuchen mit dem Blick in das nahegelegene Frankreich und die Vogesen.
Über Sehringen und Badenweiler fahren wir anschließend zur L140 und zum Hochblauen. Bei schönem Wetter erfreut der 1165m hohe Berg, bei Einheimischen einfach nur Blauen genannt, mit bester Sicht bis nach Basel und in die Vogesen. 
Heute ist der Gipfel in Wolken gehüllt. Wir steigen gar nicht erst ab sondern fahren gleich weiter über Stockmatt, Wies, Schwand, K6308 Ried, Hoheneg, L139 Neuenweg, L131 Heubronn, Münsterhalden und dem Ort Münstertal zum Kloster St. Trutbert.
Hier am Kloster gönnen wir uns ein kleines Mittagessen. Im Osten ziehen heftige Gewitterwolken auf. Zeit um weiterzufahren. Uli und ich müssen zurück in das Hotel das Gepäck für die Weiterfahrt nach Norwegen aufnehmen. Manu und Hans werden uns zum Abschied begleiten. Andrea, Peter, Michi II und Günni und sich ohne uns noch etwas in den Bergen austoben….
Wie Vier hingegen nehmen die L123 nach Neuhof, dann die K6341 und biegen bei Wieden ab Richtung Belchen. Über Holzinshaus, Aitern und Schönau fahren wir noch einmal nach Tunau
Dort hat mir der Wirt der Tanne noch das letzte verfügbare Stück Schwarzwälder Kirschtorte reserviert. Nachdem die Torte verspeist ist verabschieden Uli und ich uns noch von Manuela und Hans sowie von Peter und Andrea die noch kurz vor unserer Abfahrt doch noch hier eingetroffen sind. Für die Weiterfahrt nach Norwegen wartet in Lörrach der Autozug nach Hamburg auf uns .....
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü