2014 Trentino - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2014 Trentino

Touren
Saisonabschlusstour 2014 Levico Terme 28.09. bis 05.10.2014

So. 28.09.2014 und So 5.10. 2014 Anfahrt und Rückfahrt ca. 400km
A8 / Inntaldreieck A93 / Innsbruck A12 / A13 u. A22 Brennerautobahn / Trient / Levico Terme – Hotel Cristallo
Bei schönstem Reisewetter starten Astrid und ich mit dem „Hängerzug” gen Trentino. Idealerweise folgen wir der Garminempfehlung und nehmen die schnellste Route über die A8, das Inntaldreieck zur A93 nach Innsbruck, über die Brennerautobahn A12, A13 und A22 nach Trient. Um auf dem schnellsten Weg nach Levico Terme zu gelangen folgt man in Trient am besten, unabhängig der Navi Empfehlung, den Hinweisschildern Richtung Padova. Vor dem Hotel Cristallo versperrt heute ein Reisebus die Auffahrt zum Parkdeck und entlässt gerade eine Ladung Senioren. So parken wir vor Rezeption und lernen endlich den offiziellen Ab- und Entladeplatz des Cristallos kennen.
Wie immer können wir den Anhänger in der Villa am Ortseingang zwischenparken, finden aber dieses Mal für das Zugfahrzeug einen Parkplatz direkt am Hotel.
Den Rest des Nachmittags genießen wir bei Sonnenschein auf der Terrasse, gönnen uns einige der täglich ab 15:00 Uhr bereitgelegten Snacks und das „Anlegerbier“.
Das Abendessen erstaunt. Das Buffet ist wesentlich übersichtlicher aufgedeckt als in den vergangenen Jahren und selbst noch in diesem Sommer. Ich frage mich ob schon für in diesem Winter anstehende Modernisierung gespart werden muss. Wir werden natürlich trotzdem satt.

Mo. 29.09.2014 – Pso Maghen 145km
Manghen – Val De Cembra – Val de Fersine – Panarotta Skigebiet – Vetriolo Terme – Levico Terme.
Heute müssen wir natürlich die erste Motorradtour angehen, denn für die folgenden Tage ist schlechteres Wetter gemeldet. Ich suche mir für die erste Runde eine Tour um den Manghen aus. 
Auf dem schmalen Sträßchen zum Pass gibt es nur zwei Alternativen, fahren oder schauen. Ich entscheide mich für schauen und genieße die klare Luft und die Aussicht. Natürlich müssen wir unterhalb der Passhöhe anhalten und uns einen Cappuccino gönnen. Die Kaffeepause dauert aber wesentlich länger als angedacht so dass ich mir eine gleich eine Abkürzung der ursprünglich geplanten Tagesetappe ausdenken muss. Nach Molina folgen wir daher der SS612 in westlicher Richtung. Die Straße ist breit, kurvig und in diesem Jahr zum größten Teil noch ganz frisch geteert.  Wetten dass hier die Einheimischen Supersportlerfahrer an den Wochenenden um die besten Zeiten fighten?
Ich aber bin immer noch im Genießer Modus und bringe uns zügig aber nicht halsbrecherisch über Grauno, Faver und Piazzo ins Val de Fersine.
Wir streifen in Baselga di Pine noch den Lago di Serraia bevor wir über Pergine Richtung Levico fahren.
Es ist doch noch nicht so spät wie erwartet also biege ich, kurz nach dem Castel Pergine in Assizzi ab um auf der kleinen einspurigen SP12, vorbei an kleinen Weilern nach Vetriolo zu fahren. Hier machen wir am Startplatz für Drachensegler und Paragleiter eine weitere Pause. Wir schauen eine Zeitlang dem bunten Treiben zu. Bevor wir dann wieder zurück in unser Hotel fahren machen wir aber noch einen Abstecher in das Skigebiet Panarotta.

Di. 30.09.2014 – Trento 44km
Für den heutigen Tag ist ein Stadtbummel in Trento angesagt. Das Auto stellen wir im Parkhaus des Centro Europa ab. Unser erstes Ziel ist das Castello del Buonconsiglio um das sich zahlreiche Legenden ranken. Das mächtige Castell aus den Jahren 1239-1255 diente als Herrschaftssitz der Fürstbischöfe von Trient. Heute beherbergt es das das regionale Kunstmuseum. Wir verbringen hier den ganzen Vormittag ohne auch nur einen Moment gelangweilt zu sein.
Anschließend bummeln wir durch die Altstadt und genießen einfach einen entspannten Tag.

Mi. 01.10.2014 – Levico Terme 0km
Heute Regnet es …nein es schüttet also bleiben wir im Trockenen. Ab Nachmittag können wir aber einen Spaziergang um den Lago di Levico wagen. Zwischenzeitlich sind auch Manuela und Hans eingetroffen. Obwohl wir nicht groß unterwegs waren ist die Ankunft der Beiden Grund Genug uns trotzdem ein Anlegerbier zu gönnen. Das Abendlich Buffet ist nach wie vor übersichtlich gehalten und mit Hilfe der Helvetischen Reisebusgäste schnell leergefegt.

Do. 02.10.2014 – 137km Kurven und Aussicht pur
Caldonazzo – Centa san Nicolo- Carbonare – San Sebastiano - Folgaria – Guardia – Terragnolo – Castana – Arsiero – Tonezza del Cimone – San Sebastiano – Calceranico al Lago – Levico Terme

Nach dem reichhaltigen Frühstück machen wir Vier uns auf den Weg Richtung Caldonazzo .
Irgendwie drehen wir wieder einmal eine kleine Ehrenrunde. Da mir das hier nicht das Erste Mal wiederfährt muss es wohl an dem Ort liegen - ich kann bestimmt nichts dafür. Am Ende fasse ich dann doch Vertrauen in Navi und lasse mich auf die vorgeschlagene und ja auch von mir geplante Streckenführung ein.
Immer wieder gerne folgen wir ab Caldonazzo der SP 108 nach Centa san Nicolo und Pian dei Pradi. Ebenfalls oft gefahren und alt bekannt folgt die SS349 nach Carbonare. Häufig schon wurden wir hier von relativ dichtem Verkehr ausgebremst. Insbesondere wenn ein LKW die kurvige Straße durch den Wald nutzt bietet sich wegen der fehlenden Übersichtlichkeit keine Gelegenheit zum Gefahrlosen Überholen. Heute haben wir aber freie Fahrt und folgen zügig der SS350 nach San SebastianoFolgaria bis nach Mezzamonte. Hier verlassen wir die SS350 Richtung Guardia. Bei strahlendem Sonnenschein gönnen wir uns hier die erste kleine Pause. Genießen den Blick in das Tal der Adige und auf die weiße Madonna von Guardia.
In Terragnolo wechseln wir von der S2 auf die SP138. Nach Posina. Ein Kurvenparadies liegt vor uns welches die Bremsen an Manuelas F650 in die Knie zwingt. In der 23. Kehre quittiert die hinter Bremsanlage wegen Überhitzung den Dienst. Eine angenehme Zwangspause gibt Zeit über Fahr- und Bremstechnik bei Pässe Abfahrten zu sinnieren. Bald aber hat sich die Maschinentechnik soweit abgekühlt, dass wir unsere heutige Einfahrrunde über Castana, Arsiero, Tonezza del Cimone, San Sebastiano und Calceranico al Lago zurück nach Levico abschließen können.
Im Cristallo gönnen wir uns natürlich wieder das obligatorische Anliegerpils und den Nachmittagssnack am Pool.
Die Helvetischen Rentner werden auch gerade wieder in ihren Reisebus verfrachtet und treten wohl die Heim- oder Weiterreise an.
Nach und nach tröpfeln auch die anderen unserer Truppe ein. Renate, Lorenz und Peter, der noch eine besondere Überraschung für uns parat hat. Just rechtzeitig zur diesjährigen Abschlussfahrt hat er seine F800 GS gegen die neue 1200er Wasserboxer GS eingetauscht.
Das Abendessen ist heute wieder auf bekannt umfangreichem Niveau. Ein Verdacht steigt in mir auf …ob nicht etwa der Reisebus …..?
Fr.  03.10.2014 –Monte Grappa 196km
Caldonazzo – Kaiserjägerweg – Val di Assa – Asiago – Gallio – Foza – Valstagna ( 20 Kehren)- Solagna – Costalunga – Ponte San Lorenzo – Monte Grappa - (http://www.gedenkorte-europa.eu/content/list/459/) – Caupo – Santa Lucia –Roa – Castello Tesino – Pieve Tesino – Bieno – Strigno – Castelnuovo – Levico Terme.

Wenn wir schon in Levico sind ist auch der Kaiserjägerweg ein Muss. Details über dieses Motorradfahrerische Schmankerl spare ich mir heute. Wiederholt sei nur, dass die sichere Beherrschung seines Bikes in sehr engen Kehren Voraussetzung für eine entspannte Berg- oder Talfahrt ist. An der SS349 biegen wir heute Links ab. Folgen ihr in weiten Bögen durch das Val di Assa nach Asiago uns später auf der SP76 nach Gallio und Foza.
Dort folgt wieder eine Abfahrt für Pässerprobte Biker . Die 20 engen Kehren mit oft eindeutigen Bremsspuren und Ölflecken an den Einschlagstellen, lassen einen unsere Boxer GS-Treiber erahnen was Hyperventilation ist. Wenn keine Rennen gefahren werden, sollte die Abfahrt nach Valstagna aber keinem Kopfschmerzen bereiten.
Ich meine dass es so langsam Zeit wird für eine Kaffeepause. aAso halten wir kurze Rücksprache. Heute ist es nicht zu heiß, so dass unser Team offensichtlich noch Kraft und Kondition genug für ein paar weitere Kilometer zu haben scheint. So fahren wir weiter nach Solagna und folgen in Pove del Grappa der Ausschilderung die uns den Weg über die SP148 zum Monte weist. Die SP140 über Semonzo verspricht eine etwas spektakulärere Streckenführung, aber ich meine dass doch der/die ein oder andere eine Pause brauchen könnte und wähle daher bewusst die einfachere Variante. Wir kommen ja wieder und dann fahren wir über Serpentinen zum Berg.
Nach Costalunga begleiten uns am Himmel immer wieder Paragleiter. Renate möchte zum Startplatz aber leider finden wir den nicht auf Anhieb-also eigentlich gar nicht. In Ponte San Lorenzo halten wir abenso erfolglos Ausschau nach einer, uns angemessenen Pausenstation. Sind am Ende aber nicht Traurig darüber dass wir erst am Monte Grappa fündig werden. Jetzt ist es aber Zeit für eine ausgiebige Mittagspause mit Pasta, Salat und was auch immer die Gaumen der Mitfahrer erfreut. fündig werden.
Nach dem Mittagessen machen wir einen bitter Nötigen Verdauungsspaziergang zu der Imposanten Gedenkstätte auf dem Gipfel. Wie viele andere Berge in der Region wurde auch der Monte Grappa im Ersten Weltkrieg zu einem riesigen Schlachtfeld. Mehrere zehntausend italienische und österreichische Soldaten kamen hier leider sinnlos ums Leben.
Uns führt die SP148 jetzt in gemäßigter Streckenführung jetzt aber weiter nach Caupo, Santa Lucia, Roa , Castello Tesino, Pieve Tesino , Bieno, Strigno und Castelnuovo zurück nach Levico Terme das wir um 16:30 erreichen.

Sa. 04.10 2014 – Lago die Tovel 245km
Pergine – Trient – Mte Bondone – Lagolo – Lasino – Padergnone – Castel Toblino (http://www.casteltoblino.com/italiano/index.php#!/) - Andogno – San Lorenzo in Banale – Molveno – Andalo – Spormagiore – Denno – Cunevo – Tuenno – Lago di Tovel (http://www.visittrentino.it/de/cosa_fare/da_vedere/dettagli/dett/lago-di-tovel)
– Campodenno – Lover – Sporminore – San Michelle al Adigo – Lavis – Giovo – Cembra – Sevignano – Lona Lases – Nogare – Pergine – Levico Terme


Kaum zu glauben! Keiner meiner Begleiter kennt den Lago die Tovel. Der Lago, auch der Rote See genannt, färbt sich manchmal im Spätsommer Blutrod ein. Das Phänomen basiert auf einem Massenvorkommens einer Mikroalge der Gruppe der Dinoflagellaten. Zugegeben, das letzte Mal ist das Mitter der 60er im letzten Jahrhundert vorgekommen … aber immerhin! Also fahren wir heute dorthin.
Zuerst aber geben wir uns die alte Bergrennstrecke von Trient hinauf zum Mte Bondone. Wieder ein Genuss für die Gashand. Schalten Beschleunigen, so herunterbremsen dass die Sozia mir nicht ins Kreutz knallt, Schräglage, Beschleunigen perfektes Frühstück auf zwei Rädern. Auf der Passhöhe ist es feucht, es ist eisig kalt uns ohne Rücksprache spüre ich, dass hinter mir nur der Wunsch nach wärmerem Gefilde Vorrang vor Sightseeing hat.

Daher fahren wir einfach zügig über Lagolo, Lasino und Padergnone zum Castel Toblino  weiter. Nachdem Manu ein wenig randaliert und sich Motorradrempeln übt, dürfen wir hier wieder auf der Terrasse des Bistros (die Preise das Restaurants sprengt unser Reisebudget immer noch) bei einem Kaffeegetränk die Ruhe und Aussicht auf den See genießen.
So gestärkt wedeln wir über Andogno, San Lorenzo in Banale, vorbei am Lago di Molveno, Andalo, Spormagiore, Denno, Cunevo und Tuenno zum Lago di Tovel . Tja, auch in diesem Jahr ist er zu aller Erstaunen wieder nicht rot eingefärbt. Doch das Panorama und der kurzweilige Anfahrt waren auch so die kleine Reise wert. Natürlich gönnen wir uns wieder ein koffeinhaltiges Getränk nebst passender, italientypischer Süßspeise bevor wir den Rückweg nach Levico antreten.
Dieses Mal wählen wir die Route über Campodenno, Lover, Sporminore , San Michelle al Adigo bis uns In Lavis sein Ortsfest die geplante Route so versperrt , dass wir einen kleinen Umweg über Giovo und Piazzo nehmen müssen. Auf der Strecke können wir erleben wie unheimlich schnell Heimstrecken befahren werden können. Das Tempo mit dem die ganzen verkappten Rossis hier unterwegs sind ist schon Atemberaubend und lässt uns, die wir im Schatten einiger Bäume das Spektakel beobachten können, die Haare zu Berge stehen. In Piazzo holen wir aber alle wieder ein. Wie die begossenen Pudel stehen die heimischen Rennfahrer auf dem Marktplatz und stehen der Polizia Stradale brav Rede und Antwort Wir jedoch können unbehelligt weiterfahren und erreichen nach Sevignano, Lona Lases, Nogare und Pergine gegen 16:50 das „Cristallo“ in Levico Terme.
Hans und ich haben bald die Motorräder auf den Anhängern verladen. Noch einmal sitzen wir gemütlich beisammen, planen dabei Peter und Lorenz Rückreise auf 2 Rädern über das Penser Joch und unterhalten uns über Renates weiterfahrt am nächsten Morgen nach Sardinien.

So. 05.10.2014 – Rückreise 400 km
Wieder über die Brennerautobahn nach Hause
 
 
 
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