2015 Nördlicher Schwarzwald - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2015 Nördlicher Schwarzwald

Touren
10. bis 17. Mai 2015

Vatertagsausflug 

Nördlicher Schwarzwald
Am Sonntag den 10. Mai machen Astrid und ich uns auf den Weg um unser Zielgebiet im Nördlichen Schwarzwald vorab ein wenig zu erkunden. Die Anfahrt mit Auto und Anhänger über die A8 und A81 verläuft naturgemäß unspektakulär. Kaum ein LKW stört und die Urlaubswelle aus dem Norden rollt auch noch nicht an. Am frühen Nachmittag erreichen wir so den Konradshof in Seewald/Besenfeld.
Schnell das Motorrad abladen, auspacken und in der Nachmittagssonne die erste Schwarzwälder Kirschtorte genießen.
Zur Verdauung und Vorbereitung auf das Abendessen folgt dann noch ein Spaziergang rund um den Ort. Kaum ein Meter ebene Strecke ist hier zu finden. Ein nichtendendes Auf und Ab begleitet uns und fordert unsere Kondition doch ein bisschen mehr heraus als gedacht.
Das Gästeahaus ist auch nicht zu sehr belegt, so dass der Chefin beim Abendessen auch genug Zeit bleibt ab und an ein paar nette Worte zu wechseln.

Montag den 11.Mai (169km)
Der Wetterbericht sagt für heute ideale Motorradbedingungen vorher, also starten wir auch gleich unsere erste Erkundungstour. Das ehemalige Benediktinerkloster Hirsau bei Calw soll unser erstes Ziel der heutigen Halbtagestour sein.
Ab Seewald folgen wir erst der B294, machen einen kleinen Abstecher nach Aichelberg und verlassen bald darauf die Bundesstraße um über die K4360 nach Agenbach, Würzbach und Oberreichenbach nach Hirsau zu fahren. Der Parkplatz nahe am Kloster ist so sehr belegt, dass sogar mit dem Motorrad erst ein angemessener Standplatz gesucht werden muss. Bald teilen wir die alten Gemäuer mit asiatischen Reisgruppen und lärmenden Schulklassen. Glücklicherweise finden wir trotzdem in der weitläufigen Anlage ein ruhiges Plätzchen zum Verweilen.
Unter dem ehemaligen Benediktinerkloster Hirsau versteht man meist die Anlage St. Peter und Paul und deren weniger bekannten Vorläufer.
Als eines der bedeutendsten Klöster Deutschlands diente es der cluniazensischen Reformbewegung als Stützpunkt. Etliche weitere Klostergründungen wie auch die Hirsauer Reform gingen von hier aus. 1692, während des Pfälzischen Erbfolgekriegs, brannte das baulich größte Kloster im deutschsprachigen Raum aus und verfiel.
Das nächste Etappenziel Calw durchqueren wir möglichst schnell. Fahren dann über Nebenstraßen vorbei an Martinsmoos, Hornberg und Altenstein erst zur Nagoldsperre

Da der Tag noch jung ist beschließen wir zurück nach Nagold zu fahren. Dort bummeln wir durch die Altstadt, gönnen uns kurz vor der nachmittäglichen Bewirtungspause noch schnell einen Salat zur Stärkung. Auf dem Rückweg lassen wir aber dann doch die Nagoldsperre links liegen um schnell an Göttelfingen vorbei nach Seewald zu gelangen.
Dienstag 12. Mai 2015
Heute soll das Wetter durchwachsen sein also verwirklichen wir unseren Plan die Kur und Bäderstadt zu besuchen, welche dem Land Baden seinen Namen verdankt. Baden Baden, um 260 n. Chr. durch die Alemannen den Römern entrissen, 1689 von Französischen Truppen abgefackelt, wieder auferstanden und im 1800 Jahrhundert zur mondänen Kulturstad aufgebaut. Sehr Sehenswert … die Altstadt, das Schloss, der Park - traumhaft….nur das Publikum muss man mögen. Sehen und gesehen werden scheint die Devise zu sein. Egal, wir genießen das doch noch schöne Frühlingswetter, rasten in Straßenkaffees, bummeln einfach so herum und finden Baden Baden schön.

Mittwoch 13.Mai 2015 (152km)
Heute ist wieder eine Erkundungsfahrt mit dem Motorrad fällig. Von Seefeld aus stürzen wir uns regelrecht auf der bestens ausgebauten L350 hinab Richtung B462. Die breite Straße mag so Manchen Zweiradtreiber verleiten richtig am Gasgriff zu drehen. Doch sollte der Biker die großen Rechtskehre kurz vor Schönegründ mit Bedacht anfahren! Ich möchte Wetten, dass hier ab und an eine amtliche Geschwindigkeitsmessung durchgeführt und belohnt wird. Südlich auf die B462 abgebogen wird es erst einmal ein bisschen zäh. Hohes Verkehrsaufkommen mit Lastkraftwagen dämpft ein bisschen unseren Vortrieb. Bis Klosterreichenbach, Baieresbronn und Freudenstadt bleibt uns diese Verkehrsdichte noch erhalten.
Augenblicklich nach dem Abzweig auf die L405 ändert sich glücklicherweise die Situation. Die Straße führt schmal und kurvig durch ein Waldstück. Fahrfreude kommt auf und auch das Gefühl für schnelle Kurven wird von Schwenk zu Schwenk besser. Zwieselberg ist schnell passiert. In Bad Rippoldsau wechseln wir südlich auf die L404 und folgen der Wolfach nach Peterstal/Griesbach. Den alternativen Wolf- und Bärenpark bei Schapbach lassen wir links liegen. Im Fernsehen habe ich unlängst einen Bricht darüber gesehen und würde den, mit großem Einsatz von Privatpersonen entstanden Tierpark, in dem einige ehemalige russische Zirkusbären ein artgerechtes Zuhause gefunden haben, gerne Besuchen. Doch die Motorrad-Schutzkleidung hindert uns heute erst einmal daran längere Fußmärsche in Angriff zu nehmen.

Beim Gasthof Tanne (nein nicht unsere Lieblings - Tanne) zweigen wir rechts auf die L93 nach Peterstal - Griesbach ab. Ab dort dürfen wir die B28 mit ihren Kehren genießen und biegen bei der Alexanderschanze auf die überregional wohl bekannte B500 ein. Kurz darauf wechseln wir aber schon wieder links auf die L92 Richtung Oppenau .
Erst am Parkplatz der Wasserfälle Allerheiligen halten wir an, packen unsere Motorradjacken in die Koffer der BMW um uns dann doch noch zu Fuß auf den Weg zu den Wasserfällen zu machen. Also ganz bis an die Spitze schaffen wir es aber dann doch nicht. Motorradstiefel sind nicht das geeignete Schuhwerk um hunderte Stufen zu Erklimmen. Schweißgebadet brechen wird ab und beschließen den Aufstieg bei Gelegenheit mit geeigneter, also weniger schweißtreibender Ausrüstung, zu versuchen.
Die Fahrt setzen wir über kurzweilig kurvige Sträßchen zweiter Ordnung weiter. Wir fahren durch Örtchen wie Seebach, Grimmerswald und Brandmatt. Bevor wir die Schwarzenbachtalsperre ansteuern benötigt unsere „Dicke“ in Sand ein paar Liter Super Plus.
Wie leider sooft an schönen Motorradstrecken sehen wir auch an der Talsperre einige Irre die die Landstraße mit einer Rennstrecke verwechseln. Hirnlosen Fahrern wie dem Schienbeinschleifenden Treiber der Rennsemmel, die uns in den beiden Kehren kurz nach dem Gasthaus Schwarzenbach entgegenkommt, sei Dank. Euch ist es zuzuschreiben wenn bald noch mehr der schönsten Motorradstraßen für uns gesperrt werden.
Der Tag ist so kurzweilig vergangen dass wir völlig vergessen haben einzukehren. Also beschließen wir die letzten Meter über Raumünzach, das Murgtal und Schönmünzach gleich noch herunterzuspulen um den verdienten Nachmittagskaffee im Konradshof einzunehmen.
Petra, Manuela, Hans und Felix sind auch schon angekommen. Gemeinsam genießen wir noch die wärmende Frühjahrsonne am Teich vor den Naturstamm-Blockhäusern des Konradshof.
Später nach dem Abendessen machen sich vier von uns auf um ihr Glück im Casino Baden Baden zu versuchen.
Donnerstag 14.Mai 2015 (157km)
Im Casino sind wir nicht gerade Reich geworden! Verloren haben wir aber auch nichts. Also herrscht in unsere Urlaubskasse keine Ebbe uns so können wir uns den Kraftstoff für die heutige Tour tatsächlich noch leisten. Manuela, Petra, Hans, Felix Astrid und ich machen uns, bei durchwachsenem Wetter auf. Von Seefeld nehmen wir die Kreisstraße 4367 bis zu dem kleinen Ort Sprollenmühle. Dort biegen wir links auf eine kleine Landstraße ab. Diese führt uns, verkehrsarm mal durch Walgebiete, mal über Wiesengelände nach Sprollenhaus und Reichental hinüber bis Hilpertsau wo wir südlich in das Murgtal abbiegen.
Wir wollen zur Roten Lache, wissen aber von unserem Ausflug nach Baden Baden, dass der direkte Weg gesperrt ist. So verlassen wir schon bei Langenbarand die B462 wieder, um der kleinen kurvigen K6754 nach Bermersbach zu folgen. In Bermersbach müssten wir extrem eng und steil rechts abbiegen, was bei dem relativ dichten Verkehr an diesem Nadelöhr kaum möglich zu sein scheint. Ich ziehe ich es daher vor, mit der Gruppe im Ort selbst die nächste Wendemöglichkeit zu nutzen. Die Rote Lache (L79) ist ein Heidenspaß für uns Motorradfahrer und daher auch äußerst beliebt. Das Sträßchen schlängelt sich kurvig durch den Wald bis hinauf zur Passhöhe und dem Hotel Rote Lache. An dem beliebten Motorradfahrertreffpunkt kehren wir natürlich auch ein. Wärmen uns an heißer Schokolade oder Kaffee die Finger. Zur Kalorienzufuhr dient Zwetschgenkuchen.

Leidlich aufgewärmt ist unser nächstes Ziel das Weingut Schloß Eberstein . Von dem Schloss bietet sich uns eine Wunderschöne Aussicht auf das Murgtal. Hätten wir nicht schon Kaffee und Kuchen intus, wäre hier sicher ein angebrachter Ort für eine kleine Pause gefunden.
So belassen wir es hier heute mit etwas Füße vertreten und fahren bald weiter über Gernsbach, Bad Herrenalb, Dobel, Simmersfeld und Altensteig bevor wir um ca. 16:00 Uhr wieder im Konradshof einkehren. 

Bald darauf kommen auch Andrea, Peter und Lorenz im Konradshof an. Norbert, Uli und Otto haben sich zwischenzeitlich im Sonnenblick eingemietet. Manfred nächtigt in der Pferdekoppel in Seefeld und unser Wettermacher Michi II hat im Hotel Schloß Silberberg in Baiersbronn die Unterkunft seiner Wahl gefunden. Das Abendessen nehmen wir aber immer gemeinsam im Konradshof ein. Leider die Meteorologen für den kommenden Tag ergiebigen Regen vorhergesagt so dass wir den gemeinsamen Abend nutzen für jeden ein Alternativprogramm zu finden.
Freitag 15.05.
Wie vorhergesagt regnet es wie aus Kübeln. Da wir nicht aus Zucker gemacht sind, könnten wir zwar Motorrad fahren – müssen aber Gott sei Dank nicht. So nehmen ein paar von uns das Wellnessangebot des Konradhofs an, buchen eine Massage und lassen die Seele in der Naturstamm-Blockhaussauna baumeln. Zur Abkühlung dient der Natur-Schwimmteich, was zwar zur Beweisaufnahme dokumentiert, jedoch nicht zur Veröffentlichung gedacht ist. Die Anderen wagen trotz Regen einen Ausflug nach Freudenstadt. Für eine besondere Überraschung sorgt später Michi II. Wohl zur Wiedergutmachung für den verregneten Tag, hat er in der Konditorei Cafe Pause in Freudenstadt kurzfristig einen Backkurs absolviert. 
Die so entstandene Schwarzwälder Kirschtorte spendet er als Nachtisch zum Abendessen! Also auch ohne Motorradtour wieder ein gelungener Tag.
Samstag 16. Mai (200km)
Heute können wir wieder auf die Straße. Weil es so schön war kombiniere ich unsere Erkundungstour vom Mittwoch mit dem Ausflug vom Donnerstag. Mit 13 Motorrädern scheint mir der heutige Tross zu groß und ich muss aufteilen. Uli hat von mir die GPX Daten der Tour erhalten und wird eine der beiden Gruppen führen.
Wir folgen der Tour vom Mittwoch erst einmal bis zum Kloster Allerheiligen, wo ich uns heute aber im Klosterhof Allerheiligen eine Pause gönne. Das Kloster selbst ist ein, nur noch als Ruine vorhandener, ehemaliges Prämonstratenser-Chorherrenstift. Nur lokal bedeutend, war es lange Zeit vergessen und wurde erst relativ spät als touristische Sehenswürdigkeit wiederentdeckt. Wie dem auch sei, idyllisch liegt er allemal und zur Rast lädt das Gasthaus ein. Hier gibt es für uns ein leichtes Mittagessen mit alkoholfreiem „Tannezäpfle“, welches kaum minder mundet als das Original.
Gestärkt geht es wie gehabt weiter zur B500, Seebach, Grimmerswald, Brandmatt und Sand. Hier sorgt das Vorhandensein von der zweiten schwarzen R1200R für einen ungewollten Austausch der Gruppenmitglieder. Michi verwechselt mich mit Norbert und schließt sich aus so aus Versehen Uli’s Gruppe an. Norbert hingegen folgt spontan mir, so dass der Wechsel vorerst gar nicht offensichtlich wird. Vorbei an der Schwarzenbachtalsperre nehmen wir die Route über die Rote Lache. 
Dort wollen wir auf die Anderen warten und stellen erstaunt den Wechsel der Mitfahrer fest. Leider ist zwischenzeitlich Ulis Navi ausgestiegen und hat aus unerfindlichen Gründen die Schleife über die Rote Lache verloren. Nachdem unser Nachmittagskaffee getrunken und kein Ankommen der Anderen mehr zu erwarten ist , treten wir den Heimweg direkt über das Murgtal zum Konradshof an.
Mit einem geselligen Abend und viel Gesprächsstoff können wir wieder eine schöne Ausfahrt abschließen.
Auch mit dem Konradshof haben wir wieder ein uneingeschränkt empfehlenswertes Hotel für uns gefunden. Freundliche Gastgeber, gutes Essen, guter Wein und ein Wellnessbereich der nicht nur für Regentage eine Empfehlung ist. Wenn es sich anbietet, kommen wir gerne wieder.

 
 
 
Die Touren
 
 
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