2016 Gardasee - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2016 Gardasee

Touren
Gardasee- Hotel Lucia Tremosine 01. bis 05. Oktober 2016
Eigentlich wollten Astrid und ich wieder schon ein paar Tage früher zur Herbstausfahrt anreisen. Doch wegen einer kurzfristig anberaumten Dienstreise nach Marokko musste ich umdisponieren und unser Gespann schon eine Woche vor Abfahrt beladen. Obwohl erst Früh morgens aus Nordafrika zurück konnten wir uns dann nach ein paar Stunden Schlaf trotzdem rechtzeitig auf den Weg gen Süden machen. Ohne Zwischenfälle kommen wir Nachmittags dann auch im Lucia an. Bärbel und Manfred sowie Felix und Petra sind schon da. 
Das Wohnmobil von Tine und Bernd steht Ebenfalls am Parkplatz. Kurz nachdem wir eingecheckt haben kommen auch Manu und Hans mit ihrem Pickup und den Bikes an. Etwas später fahren dann auch schon Lorenz, Peter und Otto auf ihren Motorrädern ein.
Das Thema des Abendessens ist dann die Gestaltung des nächsten Tages. Felix und Petra wollen separat unterwegs sein und der Rest fasst die Route über den Monte Baldo ins Visier.
Samstag 01.10 2017 Monte Baldo 192 km - Einstiegstour mit Hindernissen.
Gleich nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Vom Hotel Lucia aus fahren wir über Villa noch einigermaßen zügig nach Voltino und Limone. Die Gardenca Occidentiale ist heute sogar für Gardasee Verhältnisse ungewöhnlich verstopft. Kaum zu glauben dass es dann über Riva nach Nago nur noch im „Stopp and Go“ Modus vorangeht. Den „Point of no Return“ haben wir schon kurz nach Riva verpasst so dass uns nur noch bleibt geduldig durchzuhalten. Erst gute 1 ½ Stunden später fahren wir endlich aus dem Kreisverkehr in Torbole heraus. Aufatmen, denn ab jetzt geht es wieder etwas flüssiger voran.
Wie üblich zweigen wir in Mori ab um den Anstieg auf den Monte Baldo unter die Räder zu nehmen. Schräglagengierig fahren wir die ersten, gut ausgebauten Kurven bis nach Brentoniko. Ich meine dass die Stöpselei entlang des Gardasees ausreichend ermüdend war um gleich eine Koffeinpause einzulegen. Von der letzten Umbrien Tour weiß ich, dass Balista eine gute Gelegenheit für die Pause bietet.
Nachdem Alle gestärkt und sich von dem Stopp and Go Stress erholt haben, können wir die schmale SP3 in Angriff nehmen. Natürlich halte ich wieder an der Bar Bocca di Navene an um den Neuzugängen die dortige Aussicht auf den Lago zu gönnen. Auf die sonst so empfehlenswerten Spaghetti Aglio Olio verzichten wir heute, denn für das Mittagessen ist es eindeutig noch viel zu früh. Das Sträßchen ist eng und die Kurven nicht einsehbar. Aus diesem Grund sollte vorausschauende Fahrweise eigentlich selbstverständlich sein. Trotz Allem werden Astrid und ich beinahe von einem irren , kurvenschneidenden GS-Treiber abgeschossen. Unser Glück, dass zwischen der Steinmauer und dem rechten Ventildeckel meiner R noch eine flache Hand passt. Sein Glück, dass wir kein Auto sind. Leute, selbst die beste Technik kann euer Gehirn, soweit überhaupt vorhanden, nicht ersetzen!
Wolken die sich unter uns an den Berg schmiegen, erzeugen eine Kulisse wie aus Norwegischen Märchen über Trolle und Tussen entsprungen.
Auf dem Berg ist aber auch entsprechend kalt und feucht. Die Talfahrt beginnt und die geplante Mittagspause im Ristorante Del Baldo in Ferrara die Monte Baldo rückt in greifbare Nähe. Kurz vor Ferrara kann ich hinter Manu und Hans den Rest der Truppe nicht mehr ausmachen. Hans fährt zurück und muss uns kurz darauf leider melden dass die Ducati nach Bodenkontakt nicht mehr fahrbereit ist. Der Schaden wäre zwar leicht zu reparieren, doch auf Grund des nicht vorhandenen Ersatz-Handbremshebels können wir die Maschine heute nur noch stehen lassen. 
Auch bei der Besatzung sind Gott sei Dank keine größeren Blessuren zu vermelden. So nehmen Manfred und Bärbel notgedrungen für den Rest des Tages auf den Rücksitzen der BMWs von Bern und Otto Platz. Die heutige Tour wird natürlich abgebrochen und wir fahren auf dem einfachsten, und Stressfreiesten Weg über Spiazzi und ab Cocche auf der Autobahn, zurück zum Lucia. 
Sonntag 02.10.2017 – Regentag
Der Sonntag empfängt uns verregnet, so verregnet, dass man zwar Motorradfahren könnte wenn man müsste…. Wir müssen nicht und weiten lieber das Frühstück aus. Am Ende wird verabredet dass wir uns um die Mittagzeit zur weiteren Abstimmung an der Lobby treffen. Bärbel, Manfred und Felix werden mit Manfreds Anhänger die Duc bergen gehen.
Tatsächlich sitzen später zumindest Christian und Lorenz am verabredeten Treffpunkt. Nach wie vor ist kaum 
an eine Tour zu denken und wir beschließen wenigstens Mittagessen zu gehen. Über die Whats App Stammtischgruppe verbreiten wir unser Vorhaben und können so, beinahe komplett, an der Schauderterrasse einkehren. Der Regen lässt dann auch tatsächlich nach, so dass sich am Ende doch noch zwei kleine Grüppchen finden die den Rest des Tages on Road verbringen.
Beim Abendessen sind sich dann auch die meisten einig, dass die Unwägbarkeiten des Wetters und die daraus resultierende Freizeitgestaltung Einzelner, nicht in der Verantwortung des ehrenamtlich Organisierenden liegen.
Montag 03.10.2017 - 214km Idrosee
Für die meisten ist heute bereits wieder Abreisetag. Schade dass das Wetter nicht so gut mitgespielt hat und auch die erste Tour vorzeitig beendet werden musste. Wie dem auch sei, die Heimreisenden erwartet heute wenigstens einigermaßen gutes Tourenwetter.
Manu, Hans, Astrid und ich bleiben aber noch. Nachdem die Anderen verabschiedet sind und auch das Wohnmobil am Horizont verschwunden ist, machen wir uns auf um unsere geliebte „Dynamikstrecke“ zum Idrosee zu fahren. Ab Tremosine wählen wir die Route über Pregasio, Sermerio, Prabione, Vicolo Valle und letztendlich Gargagno zum Lago di Valvetino.
Das Sträßchen ist, trotz oft gefahren, immer wieder ein Genuss. Auch die obligatorische Pasta Pause in der Bar Cinzia in Idro hat mittlerweile fast schon Tradition. Da kaum noch Touristen unterwegs sind können wir die SP58 recht flott zurück fahren. In der Tratoria und Bar Gigli in Sassi genießen wir noch einen köstlichen Nachtisch und die schöne Aussicht auf den Lago. Auf den letzten Metern zurück gönnen wir uns heute natürlich auch noch den Lindwurm durch die Brasa Schlucht.
Dienstag 04.10.2017- 184km
Heute sind auch Hans und Manu abgereist. Unser Ziel für den Rest des Tages ist die alte Bergrennstrecke zum Monte Bondone bei Trento. Anfangs folgen wir der neuen Beschilderung in Riva Richtung Autobahn Brenner. In Arco zweigen wir aber schon Richtung Berge ab. Wie schon bei den letzten Gardaseereisen folgen wir der kleinen SP48 nach Santa Barbara und später der SP20 nach Aldeno. Selbst durch Trento sind wir heute schnell durch und können bald die alte Rennstrecke zum Monte Baldo genießen. Oben angekommen ist es jedoch wieder einmal saukalt! Schlotternd und bibbernd nutzen wir das Restaurant am Centro di Ecologia Alpina um uns zu stärken und wieder aufzuwärmen. 
Bei strahlendem Sonnenschein aber weiterhin herbstlichen Temperaturen führt uns der Weg über Lagolo, Sarche, Stumiaga, Ballino und Pranza zurück zum Lucia.
Mittwoch 05.10. 2017- 213km Winterharter Abstecher nach Bondone am Idrosee.
Natürlich gehört zu einer Gardaseefahrt auch ein Abstecher zum Groce Domini. Also wieder nach Riva und durch den Tunnel nach Ledro gefahren. Wieder ist es verflixt kühl aber trotzdem schauen wir mal was Bondone , heute aber nicht der Berg bei Trento sondern ein Dorf am Idrosee, so zu bieten hat. Eine zünftige Auffahrt, eine tolle Aussicht auf den Idrosee und wenigstens eine Bar zum Aufwärmen erwarten uns. Wir brauchen doch schon eine Zeit bis sich unsere klammen Finger an den Macchiato Gläsern wieder aufgewärmt haben. Sollen wir wirklich wieder ….oder lieber Jacuzzi und Sauna im Lucia? 
Was soll’s, der Groce Domini ruft und die zwischenzeitlich zwei drei Grad Temperaturanstieg lassen hoffen. Bei Sonnenschein kommen wir aber über Ponte Caffaro , Bagolino und Valle Dorizzo dem Pass nahe. Ziemlich plötzlich ist die Schneegrenze erreicht und bereitet unserem Vorwärtsdrang ein Ende.
Die BMW wird umgedreht und wir beschließen, dass der Nachtisch in Sassi einen weitern Besuch wert ist. Zudem kann, wie vorher schon erwähnt, die SP 9 vorbei am Lago di Valvestino nicht oft genug genossen werden. Der Kulinarischen Sünden des „Gigli“ im Bauch fahren wir die restlichen Km über die ebenfalls recht schmale SP38 zurück nach Tremosine.
Zum Abschluss des Tages verladen wir heute auch noch das Motorrad und werden am letzten Urlaubstag die Wanderschuhe auspacken ….aber das ist eine andere Geschichte….
 
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