2016 Toscana Umbrien - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2016 Toscana Umbrien

Touren
26. Mai bis 4. Juni 2016 Toskana Marken und Umbrien
Bis dass das Wetter uns nach Hause treibt

Die Entscheidung war schwer. Straße oder wieder Offroad? Doch die Landschaften des Apennins die wir vor 2 Jahren bereisten waren noch in zu guter Erinnerung. Die schlechten Straßen wie die große Auswahl an Schottersträßchen aber eben auch. Also wurden die alten Alukoffer der seligen TRANSALP endlich an die Husqvarna Terra angepasst und die grobe Planung konnte beginnen.
Im Laufe der Vorbereitungen schloss sich Jörg noch an so dass ich auch dieses Mal nicht alleine auf Tour gehen musste.
Tag 1: Do. 26.Mai 2016 (483km): Um 8:00 Uhr wollten wir eigentlich bei mir vor der Garage starten. Vergeblich warte ich auf das Motorengeräusch Jörgs 990er KTM Adventure. Die Batterie seines Motorrads hatte über Nacht schlapp gemacht.  Wie auch immer das Poblem ist mit Fremd-Starthilfe schnell gelöst sodass wir wenig später aufbrechen können.
Heute wähle ich für die ersten Kilometer die Münchner Ostumfahrung A99. Bis zur Ausfahrt Holzkirchen und weiter Richtung Tegernsee gestaltet sich die Tour aber unerwartet zäh. Kurzentschlossen streiche ich die Route über den Achensee aus dem Plan und weiche nach Bad Tölz aus. Die mautpflichtige Strecke entlang der Jache nach Jachenau und südlich entlang des Walchensee ist ohnehin angenehmer zu fahrend. Bevor wir den Walchensee erreichen machen wir die die wohlverdiente Mittagspause In der Waldschänke Niedernach.
Weiter geht es dann die allseits bekannte Route über Mittenwald, Seefeld, den Zirler Berg und Axams bis Innsbruck. Hier verlangt sowohl die KTM als auch meine Husqvarna nach Sprit. Die beiden Motorräder passen trotz des signifikanten Hubraum und Leistungsunterschieds bis jetzt wunderbar zusammen. Erstaunlich ist, dass bei 19,5ltr Tankvolumen der KTM zu knapp 14ltr Tankvolumen der Husqvarna identische Reichweiten erzielt werden. Nur zeigt hat der KTM Tacho bei gleiche Fahrstrecke immerhin ca. 20km mehr an.
Die alte Brennerstraße meistern wir noch geduldig aber langsam läuft uns die Zeit davon. Nach kurzer Abstimmung fahren wir daher bei Brennerbad auf die Autobahn auf um möglichst schnell unser Etappenziel, den Gardasee zu erreichen.
Die Husqvarna auf Metzeler Enduro 3 pendelt ab 120 leicht, was dann auch das Autobahntempo bestimmt. Der KTM-Tacho zeigt immerhin zwischen 130km/h und 140 km/h an, womit auch hinter mir kein Frust entsteht. Ein ähnliches Verhältnis hatte ich bereits bei Fahrten mit Yamaha und BMW im Schlepp erlebt.
Die Abfahrt Rovereto Süd /Gardasee Nord verpenne ich ehrlich gesagt. Die nächste Ausfahrtsmöglichkeit bei Ala Avio entpuppt sich später aber als gute Alternative für den 
Aufstieg zum Monte Baldo. Durch das Valle die Molini führt eine Anspruchsvolle Straße mit etlichen Kehren und Felsüberhängen bergauf. Der Spaßfaktor steigt unweigerlich in den grünen Bereich und wir genießen sogar die Sonderrunden die uns mein kleine Wandernavi Etrex30 beschert. Das Agriturismo welches wir auf der letzten Umbrien Reise angefahren sind hat leider geschlossen. Mit dem Hotel Ristorante Neni in Brentonico finden wir aber auch ein empfehlenswertes Hotel mit Garage für die Nacht. Fast um's Eck bekommen wir auch in der Pizzeria Ristorante Lo Sfizio ein Abendessen serviert.
Tag 2: Fr. 27. Mai 2016 (388km): nach Boro San Lorenzo
Das Frühstück im Hotel Ristorante Neni ist Italienisch aber ausreichend groß. Ausgeschlafen und gestärkt beladen wir die Motorräder um uns bei Sonnenschein wieder auf den Weg zu machen. Weil es so schön war geben wir uns noch einmal das Valle die Molini bergab nach Avio. Damit wir die öde Po Ebene schnell hinter uns bringen begeben wir uns in Avio gleich wieder auf die Autostrada. Der Verkehr ist zwar dicht aber trotzdem kommen wir bestens voran. Wie bei der letzten Umbrien Fahrt verlassen wir die Autostrada A1 bei Rioveccio. Umgehend ändert sich das Straßenbild. Kleine kurvige Asphaltbänder leiten uns nun über die Hügel der Toskana.
Langsam wird es aber Zeit für eine Stärkung. Hunger und Durst lassen die Konzentration schwinden. In Monzuno kommen wir am Albergo Ristorante Montevendere vorbei. Schon vor 2 Jahren hatten wir hier ein erstklassiges Mittagessen serviert bekommen. Also links auf dem großen Parkplatz die Motorräder abgestellt und wieder ein leichtes Menü bestellt. Die Versuchung mehr zu kosten ist groß, jedoch haben wir noch einige Kilometer vor uns die mit allzu vollem Magen nur schwerlich zu Meistern wären. Ab jetzt geht es kaum noch geradeaus. Auf dem Weg nach Bibulano und Bisano verlieren die auf der Autobahn platt gefahrenen Reifen schnell ihre Kanten. Ab Bisano ändert sich auch wieder die Landschaft. Es wird einsamer, die Hügel sind Baumloser und die Farbe Ocker dominiert bis San Clemente Rignano Bolognese.
Um nicht wieder in der Poebene zu landen wird es langsam Zeit die Richtung zu ändern. In San Martino die Petriolo drehen wir um, um nach Süden weiter zu fahren. Das e-Trex 30 gönnt uns vor Fontanelice noch eine kleine Schottereinlage welche aber problemlos mit jedem Straßenmotorrad zu meistern wäre.
Jetzt wird die Straße wieder breiter und wir können schnell Strecke machen. Von Fontalice führt uns die Route über Castel del Rio, Morraducio und San Pellegrino nach Firenzuola. Da es bereits auf 18:00Uhr zugeht, wollen wir hier eigentlich übernachten, scheitern aber an der Zimmersuche. Notgedrungen fahren wir weiter nach Barco wo ein Hinweisschild auf eine Übernachtungsmöglichkeit in einem Agriturismo hinweist. Wir folgen einige Zeit dem schmalen Weg durch den Wald, finden aber an einer Weggabelung keinen weiteren Hinweis auf die Unterkunft und beschließen daher umzukehren. Wie ich später auf der Karte sehen kann ,waren wir keine 500m mehr vom Agriturismo Badia di Moscheta entfernt.
Auch später in Scarperia e San Piero stehen wir vor vollen Häusern. Die Nähe zum Autodrom Mugello scheint offensichtlich die Zimmersuche erheblich zu erschweren.
Jetzt verlasse ich mich auf das Navi und folge dessen Vorschlag zum Monsignore Della Casa in Boro San Lorenzo (im Übrigen auf der Garmin Karte fehlerhaft lokalisiert). Um 19:30 können wir dann in dem Nobel Ressort unsere Zimmer beziehen. Ein feudales Abendessen mit bestem Wein sorgt dann für eine signifikant erleichterte Reisekasse und die nötige Bettschwere.
Monsignore Della Casa ist ein Traumhaft schönes Domizil welches jedoch nichts für den schmalen Geldbeutel taugt. Häufiger werden wir auf dieser Reise so wohl nicht mehr einkehren können.
Tag 3: Sa. 28.Mai 2016 (204km) die Sonne blinzelt durch die kleinen Fenster des romantischen Schlafzimmers…. was für eine Verschwendung es alleine zu Nutzen. Es ist noch Zeit bis das Frühstück serviert wird also schnell noch die Bikes beladen und einen Spaziergang durch das Areal wagen. Zugegeben geschmackvoll gestaltet. Hier ein Blumenbeet, da eine antike Steinbank, dort die Poolanlage und dazwischen die obligatorischen Römischen Amphoren. So ein, zwei Tage könnte man hier schon mit der besten aller Sozias abhängen, aber a) ist sie nicht dabei und b) wollen wir heute noch nach Gubbio. Jetzt genießen wir erst noch das üppige Frühstück, machen uns dann aber schnell wieder auf den Weg. 
Anfangs folgen wir ab Borgo St Lorenzo der wenig spannenden SP551 nach Viccio und Contea wo wir endlich links auf die Strada Statale Stia – Londa (SP556) abbiegen können. Nach Londa führt uns die Straße durch ein ausgedehntes Waldgebiet. Wir streifen den Nationalpark „Foreste Casentinesi“ um in Stia die Kurvenhatz wieder zu beenden. Die folgenden Schnellstraßen SP310 und SR71 über Poppi und Bibbiena verlangen von uns, bisher ausgesprochen kurvenverwöhnt, schon einiges an Durchhaltevermögen ab. In Zenna ist dann die Geduld am Ende und wir biegen auf’s Grad Wohl links in die Berge ab. Auf schmalem Weg gelangen wir zum Castello Valenzano.
Hier scheint die Straße zu Ende zu sein. Weder Garmin noch meine Michelin Karten deuten auf ein Weiterkommen hin. Jörg hingegen wittert Schotter und findet kurz vor dem Schlossparkplatz tatsächlich eine vielversprechende Abfahrt. Nach staubigen 4,5 km landen wir aber wieder auf der geteerten SP60. Jetzt sind wir aber wieder in unserem Element. Kurve um Kurve schwingen wir nun nach Chiusi de la Verna. Hier biegen wie scharf rechts nach Süden auf die SP 54 und SP47 ab. Hier ist er dann wieder. Der durchdringende Salbeigeruch welche mich schon bei der ersten Tour durch diese Berge begleitet hat. Und dann, kaum zu glauben, mitten im Nirgendwo finden wir in dem kleinen Dorf Lama das von Michelin ausgezeichnete Ristorante Rifugio. Nach den ausgezeichneten Trüffelnudeln im Verbund der Nachmittagshitze wird es schwer die nächsten Links- Rechtkombinationen wieder sauber anzufahren. Schon in Anghiari ist diese, dann doch angenehme Herausforderung erst einmal zu Ende. Wieder ein paar gefühlt unendliche Schnellstraßenkilometer weiter finden wir bei Citta di Castello mit der SP 106 einen weiteren kleinen Umweg der uns ungetrübten Fahrspaß bis Pietralunga bietet. Die folgende SP 204 führt uns dann nicht minder kurzweilig nach Gubbio.
Direkt an der historischen Stadtmauer von Gubbio kommen wir im Hotel San Marco  unter. Wir können die Motorräder sogar in einer abgeschlossenen Garage abstellen. Nach eine ausgiebigen Dusche und in leichte Klamotten geschlüpft begeben wir uns in die Hitze der Stadt. Es ist Markt und noch immer sind die Dekorationen der Corsa dei Ceri zu sehen. Das Fest findet jedes Jahr am 15. Mai zu Ehren des Heiligen Ubald von Gubbio (Patron der Stadt) statt. Das am nächsten Tag noch die Palio della Balestra, eine Veranstaltung mit mittelalterlichen Kostümen, Armbrustschießen und Fahnenschwenkern sattfindet, wissen wir zu diesem Zeitpinkt gar nicht. So bummeln wir unbekümmert zwischen den Marktständen umher, gönnen uns italienisches Eis. Kämpfen uns zu Fuß zur Cattedrale di Gubbio und den Palazzo Ducale. Hunger und Durst melden sich nun so nachdrücklich, dass wir in der Altstadt ziemlich erfolglos ein offenes Speiselokal suchen. Da noch alle Ristorante geschlossen haben wollen wir die Wartezeit in der Bar Don Navarro auf dem Piazza Bosone überbrücken. Neben dem angebotenen "Paulaner" ist die Auswahl an uns unbekannten Bieren so groß, dass wir doch die Eine oder Andere Sorte probieren müssen. Mit jeder weiteren Bestellung wird auch ein Teller Pizzaschnittchen gereicht ,womit sich neben Durst auch der Hunger bald erledigt hat.
Tag 4: 29.Mai 2016 (179km): Wir haben erfahren dass wir die Tour nochmals unerwartet abkürzen müssen. OK, dann wird Amatrice, das heutige Ziel, zum neuen Umkehrpunkt erklärt. Bevor ich die Stradale Eugubina (SR298) finde drehen wir noch eine kleine Ehrenrunde durch Gubbio. Wir folgen dann aber der kurvigen, nur anfangs relativ stark befahrenen Straße nach Scheggia e Pascelupo. Von hier aus führt uns die SS 3 äußerst unspektakulär gen Süden. In  Sigillo lässt uns die Langweile wieder einen Umweg suchen. Die Landkarte verspricht uns eine schöne Alternative über den Monte Cucco. Genussvoll treiben wir die Enduros den Berg hinauf bis es in Val Di Ranco an einer Sackgasse kein weiterkommen mehr gibt. Irgendwo müsste eine Straße über den Berg nach Melano führen die wir wohl übersehen haben. Also müssen wir einen anderen Weg nach Amatrice suchen. Zwischenzeitlich ziehen Wolken am Himmel auf und kündigen nichts Gutes an. In Vaccare scheint es dann Zeit zu sein die Regenkombis auszupacken. Vorher wollen wir uns aber noch einen Koffeinschub gönnen und kehren in einer Bar ein. Keine Sekunde zu früh, denn kaum haben wir die Helme abgelegt, fängt es an wie aus Kübeln zu schütten. Einige Espresso später zwingt uns die Wetter App neuerlich zur Umplanung. Im Süden wird es nicht besser werden. Höchstens etwas weiter westlich könnten wir auf trockenes Wetter hoffen. Nicht ahnend dass dieser Ort am Ende des Sommers kaum mehr existieren wird streichen wir Amatrice aus der Planung. Amatrice wird im Spätsommer 2017 zum Großteil. durch ein furchtbares Erdbeben zerstört.
Jetzt müssen wir aber erst einmal versuchen zwischen den Güssen einigermaßen trocken an die Regenkombis zu kommen. Nachdem dies endlich auch vollbracht ist suchen wir den vermeintlich schnellsten Weg in den Westen. Wir folgen daher der SS3 bis Foligno. Hier lässt der Regen auch schon spürbar nach. Nur noch gelegentliche Schauer sorgen für etwas Ungemach, so dass wir guter Hoffnung die Schnellstraße wieder verlassen. Na ja, nicht sehr viel spannender aber immerhin mit geringem Verkehrsaufkommen nähern wir uns dem Lago Trasimeno. An dem mit 128km2 viertgrößtem See Italiens hat, schon Hannibal die Römische Armee unter Gaius Flaminius vernichtend geschlagen. Heute ist der See aber längst wieder eines der beliebtesten Wochenend-Ausflugsziele der Römer. Die Sonne scheint auch wieder und wir genießen am Yachthafen eine Panini. An Weiterfahren ist auch nicht mehr zu denken und so suchen wir uns in der Altstadt von Castiglione del Lago ein uns würdiges Hotel. Das Aganoor inklusive der vielversprechenden Speisenkarte scheint uns edel genug. Wir checken ein, duschen, bummeln später durch Altstadt und durch die Festungsanlage.
Kleine Geschäfte und Weinstuben laden noch zum Aperitif ein bevor wir uns abschließend ein ausgiebiges Abendessen in der Gartenwirtschaft des Hotels gönnen.

Tag 5: 30 Mai 2016 (289km)
Heut empfängt uns wieder die Sonne. Zum Frühstück ist es noch etwas zu früh. Also ab vor die Stadtmauern und schon wieder einmal die Bikes beladen. Eine Stunde später sind wir dann schon auf dem Weg Richtung Westen. Ein paar km vor  Montpulciano verlassen wir dann auch die Ebene des Fiume Chiani und tauchen in eine Hügellandschaft ein die mich an diverse Asterix Ausgaben oder typische gemalte Toskana Landschaften erinnert. Als Teil dieser lieblichen Kulisse passieren wir Trequanda, Asciano, Rapolamo Terme, La Villa und Greve in Chianti bevor wir in Imprunetta die obligatorische und notwendige Pastapause einlegen.
Eigentlich wollen wir schnell nach Pistoja um von dort aus wieder in die Berge zu stoßen und nehmen desshalb die Autostrada. Blöd nur, dass ich im Gewusel der Kilometerlangen Autobahnbaustelle die richtige Ausfahrt verpasse und wir erst wieder in Barberino di Mugello abfahren können. Was soll‘s, wir sind nicht auf der Flucht und außerdem ist die Rückfahrt bis nach Calenzano einigermaßen kurzweilig. Durch Prato bis nach Pistoja zieht es sich aber. Dichter Feierabendverkehr verstopft die Straßen. Noch acht Kilometer müssten wir uns durch die Stadt quälen als wir beschließen aufs Grad Wohl rechts Richtung Berge abzubiegen. Die Ungeduld wird dann prompt belohnt. Kaum haben wir die Stadt verlassen führen uns die spannende SP24 über die Berge. Kurve an Kurve und immer wieder ein Grandioser Blick über das Tal des Torrente Ombrone und Prato bietend. 
Bald wird das Sträßchen schmäler, der Wald dichter. Hänsel und Gretel könnten sich hier glatt wieder verirren. Nur noch einsame Weiler am Straßenrand sind hier zu finden. Längst in die SP24 in die SP43 übergegangen als wir am Bacino di Suviana eine kleine Fotopause einlegen. Es beginnt zu dämmern, was ein untrügliches Zeichen ist nach einer Unterkunft zu suchen. So spät waren wir nur bei der Anreise in Mugello auf Zimmersuche gegangen. Die einsame Gegend verspricht auch nicht gerade einen Überfluss an Gästebetten zu bieten. Also auf!!  Nach  Pistoia ist Badi die nächstgrößere Ansiedlung ohne Hotel, gefolgt von Ponte Della Venturina welches auch keine Unterkunft zu bieten scheint.
So folgen wir dem Tal des Reno. Der fahrerische Genuss ist nur kurz von einem vorausfahren LKW gestört der jedoch bald überholt werden kann. In Pracchia fahren wir durch ein Nadelöhr (in dem Später ein Rumänischer Sattelschlepper stecken bleibt) und sehen kurz vor dem Bahnübergang das Albergo Ristorante Melini. Wir kommen in einen Empfangsraum der einer Puppenstube gleicht. Vollgestopft mit Ramsch und Tinnef bietet sich uns ein seltsames Bild ….. aber sie haben zwei Zimmer frei und nur das zählt heute.

Tag 6: 31.Mai 2016 (222km) Heute starten wir die vorletzte Etappe unserer Tour. Morgen droht Regen und in Deutschland schein so langsam die Welt in den Fluten zu versinken. Also mal schauen was der Tag so bringt. Hier lassen die Wolken der Sonne auch noch keine Chance. Zumindest ist es fast trocken. Nach wenigen kurvenreichen Kilometern stoßen wir schon wieder auf das ungeliebte Pistoia. Heute biegen wir aber gleich wieder in die Berge ab und folgen den kleinsten Sträßche dass uns das E trex 30 vorschlägt. 
Ganz sicher bin ich mir nicht ob der kleine elektronische Helfer immer weiß was er tut aber spannend ist’s allemal. Wir durchqueren unbekannte Orte wie Montagna; La Villa (das es tausend Mal zu geben scheint), Femminamorta, Maccino ohne auf langweilige mehr als 3m breite Straßen zu treffen. Durch vorwiegend Bewaldetem Gelände passieren wir Vellano, Lanciole, Cass di Monte, Le Ferrier und Dogana. Geradeaus geht hier offensichtlich gar nichts. Erst nach Casine (bei Pavullo nel Frignano) stoßen wir auf die Po Ebene und unser Gleichgewichtssinn kann sich wieder erholen. 
Was folgt ist das Abspulen der restlichen Kilometer auf der Suche nach einer Unterkunft. Ab Merano Sul Panaro scheint es nur noch von Industrie dominierte Orte zu geben. Ja, so kenne ich die Po Ebene! In Sassulo geben wir die erfolglose Zimmersuche bald auf. Zu wuselig, zu wenig einladend oder zu teuer sind die Betten. 
In Spezano di Fiorano checken wir im Hotel Alexander ein. Schicker wird es hier nimmer und müde sind wir auch. Das Abendessen nehmen wir in einer von Einheimischen gut besuchten Straßen- Pizzeria la Rustica ein. Die Qualität passt. 
Tag 6: 01.Juni 2016 (555km)
In der Heimat droht der Wetterbericht für den Abend mit Ergiebigsten Regengüssen. Von drohenden Überflutungen ist die Rede! Wir wollen also schauen dass wir so schnell als möglich nach Hause zu kommen.
Klar begeben wir uns auf die Autobahn die wir erst an der Anschlussstelle Brennerbad wieder verlassen. Der Rest ist übliches Heimreise- Pflichtprogramm. Die Alte Brennerstraße bis nach Natters. Innsbruck über Axams umfahren und über den Zirler Berg Richtung Garmisch. Den sagenhaften Kaiserschmarrn den wir im Hirschen zu Leithen serviert bekommen, wird noch auf der Terrasse genossen. Die A95 nach München wird heute ignoriert und der Weg über Murnau gewählt. Nur kurz kommen wir in den Genuss heftigen Regens, doch noch viel dunklere, nein, tiefschwarze Wolken hängen östlich über dem Land. Erfolgreich weichen wir über den Ammersee aus und kommen dann doch noch relativ trocken zu Hause an.

2320 km in 6 Tagen. Die meisten davon einfach Traumhaft!

 
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