2017 Kärnten - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2017 Kärnten

Touren
Kärnten - Hotel Malteiner Hof 24. bis 28. Mai 2017
Neue Ziele welche über die kurzen Himmelfahrtswochenenden angefahren werden können machen sich langsam rar. Süden und Westen haben wir schon ziemlich abgegrast, der Norden verspricht nicht immer die besten Wetterbedingungen so bliebe noch der Osten. Warum nicht? In guter Erinnerung ist mir sowohl noch ein kurzer Trip nach Kärnten, als auch vor Jahren ein längeres Wochenende nach Slowenien mit den damals noch vereinten „Transalpern“. Also Hotel gesucht, Buchungen veranlasst und die Touren geplant.
Dienstag 23.5.2017 – Ausflug zur Villacher Höhenstrasse auf den Dobratsch 221km
Astrid und ich sind wieder früher angereist und hatten daher gestern etwas Zeit Villach zu erkunden. Die vom Hotel Malteiner Hof gestellte Kärnten Card erweist sich hier und auch später als sinnvolle Zugabe.
Etliche Museen, der Aufgang zum Kirchturm St. Jakob und mehr, sind mit der Kärnten Card frei oder werden s zu reduziertem Preis geboten. Heute aber wollen wir der „Dicken“ etwas die Sporen geben und eine geplante Route Richtung Italien und Slowenien erkunden. 
Kurz nach Spittal rät eine dicke Gewitterfront zur spontanen Umplanung. Die Kärntner Seen bieten sich erst einmal kurzfristig an, doch das Hinweisschild zum „Dobratsch“ lässt mich ein weiteres Mal umdenken. Am Mauthäuschen dürfen wir wieder die Kärnten Card zücken und können die sonst für Motorräder fälligen 10,50€ stecken lassen. Die folgenden 16,5 km auf den Berg haben es in sich. Mehrere Parkplätze laden ein die Aussicht zu genießen. Vom Parkplatz 2 (862 m) aus soll man eine wunderbare Sicht auf Villach haben. Bei Parkplatz 6 (1403 m) ist zum Beispiel ein Alpengarten angelegt sowie die Aussichtsplattform "Rote Wand" die den Blick auf die Felsabbrüche freigibt die im Jahr 1348 bei einem Bergsturz entstanden sind. Wie auch immer, 
die Regenwolken haben den Berg erreicht und wir wollen schnellstmöglich zum Parkplatz Rosstratte auf 1.732m um in der dortigen Gaststätte Schutz vor dem Regen zu finden.
Nach einem leckeren Kaiserschmarrn genießen wir die nun regenfreie Aussicht auf die umliegenden Berge wie auch auf die aufgemotzten GTI von Volkswagen, deren Besitzer sich hier austauschen. Von hier oben sehen wir die Burg Landskron und den den Ostriacher See die wir als nächste Tagesziele ins Visier nehmen. Bevor die GTI’s zum Privatrennen aufgestellt werden, machen wir uns davon. Durch Villach geht es leider etwas zäh. Es ist schwül und der Verkehr dicht, so dass wir den Zwischenstopp an der Burg Landskron ebenfalls streichen um schnell in den Genuss des kühlenden Ostriacher Sees zu kommen. Es ist bereits Spät und der Tank der R1200R verlangt zudem nach Kraftstoff. Kaffee und Kuchen gibt es gratis im Malteiner Hof - also fahren wir ohne weiteren Halt, ausgenommen dem Boxenstopp zum Tanken, über Sankt Andrä und Ostriach um den See herum nach Köttwein , Puch und über Spittal zurück nach Gmünd und Malta.
Mittwoch 24. 5. 2017 Kunst und Kultur im Gmünd
Mit Erstaunen stellen wir fest dass Manu und Hans bereits rechtzeitig zum Frühstück angekommen sind. Nach kurzer Absprache beschließen wir den heutigen Tag nochmals Motorradfrei zu gestalten um einen Kunst und Kulturtag einzulegen. Gmünd bietet mehr als erwartet. Die kleine Kunstgemeinde lockt mit etlichen kleinen Galerien, Museen und sonstigen Ausstellungen. So können wir dank Kärnten Card wieder kostenlos in der Stadtturmgalerie ausgewählte Druckgrafiken des spanischen Künstlers Joan Miró bestaunen oder in den kleinen „Galerien der Hinteren Gasse“ die Werke ansässiger Künstler begutachten. Der Hunger lässt uns Richtung Burg schlendern die ein uriges Lokal zu beherbergen scheint. Auf dem Parkplatz vor der Burg machen wir dann noch eine altbekannte Yamaha TDM850 aus die unserem „Wettermacher“ Michi II gehört. Frische Kratzer an der Rechten Verkleidung deuten auf einen ebenso frischen Umfaller. Tatsächlich kommt uns von der Burg Michi mit hängendem „Flügel“ entgegen. In denkbar ungünstiger Situation musste er Bremsen und ist gestürzt. Die Schulter scheint lädiert, so dass unser Wettermacher heute noch nach Spittal ins Spital fährt um die Lage checken zu lassen. Wir genießen zwischenzeitlich die sagenhafte Dekoration der Burggaststätte und eine der vielen leckeren Spätzle Variationen. Alleine schon die Einrichtung der Gaststube ist einen Besuch wert. Stundenlang könnte man die vielen kleinen, mit Bedacht 
ausgewählten Details erforschen aber es warten noch der Skulpturengarten von Fritz Russ  und das Porschemuseum von Helmut Pfeifhofer. Endlich zurück im Hotel sitzen schon Andrea, Peter, Felix, Otto und Manfred beim Anlegerbier. Auch Michi ist wieder aus Spittal vom Spital zurück – lediglich Sehnenzerrung diagnostiziert der dortige Arzt, was sich aber nach der Heimkehr als signifikante Fehldiagnose herausstellen wird und unseren Michi noch unters Messer zwingt.
Heute sind wir aber Alle gut drauf und feiern den Abend in großer Runde.

Donnerstag 25.5.2017: Tour Nockalm und Turracher Höhe 238 km
Schluss mit Lustig! Es ist 9:20, die Meute ist fast komplett und möchte bespaßt werden. Dankbar ist hierzu natürlich eine Runde über die Nockalm und Turracher Höhe. Und damit es nicht zu kurz wird starten wir Umleitungsbedingt von Malta und Gmünd über die kleine kurvige L10 nach Seeboden. Dort folgen wir der B98.  Wegen der schönen Aussicht auf den Millstätter See ist diese Bundesstraße aber unerwartet kurzweilig. Da das Team ja nicht jünger wird, habe mir vorgenommen häufiger Foto und Zigarettenpausen einzulegen als sonst und nutze schon jetzt eine günstig gelegene Parkbucht für das erste Gruppenfoto.
Flott aber nicht allzu anspruchsvoll gestalten sich dann die nächsten Kilometer nach Döbriach, Radentheim zum Feld- und Afritzer See. Mit dem Abzweig auf die L46 nach Himmelberg wird es dann schon spannender. Das Sträßchen folgt nett über Wiesen und durch Wald dem Teuchenbach. Der Abstecher auf die B93 ist nur von kurzer Dauer denn schon wenige Km später können wir links auf L65 nach Sirnitz /Albeck abbiegen. Jetzt wäre ist Zeit für einen Koffein Schub. Das Hinweisschild zum Schlosskaffee Albeck nehme ich gerade noch aus den Augenwinkeln war. Zu oft schon haben sich nach der Entscheidung zur Kaffeepause eben die Cafes rar gemacht, so dass ich jetzt vorziehe mit der ganzen Truppe umzukehren. Die Fahrt über die kleine, steinige Zufahrtsstraße hat sich gelohnt, denn ein Garten aus Holzskulpturen erwartet uns vor dem Schlosskaffee
Ausgeruht überqueren wir die Hochrindl (1561m) folgen auf relativ schmalen Pfaden der L64 nach Deutsch Griffen, dann auf die L63 nach Flattnitz durch das liebliche Paaltal. Nach einer weiteren Pause passieren wir Predlitz. Hier treten vereinzelt die ersten Konditionsschwächen zu Tage. Doch der „Point of no Return“ ist längst überschritten. Der Weg über die Turracher Höhe und die Nockalm zurück zum Hotel lässt sich nicht vermeiden. An der Mautstation zur Nockalmstraße ist die Maut wieder mit der Kärnten Card passee. Super! Leider müssen 2 BMWs zurück zur Tankstelle. Wir anderen fahren vor bis zur Glockenhütte und lassen uns bis zum Eintreffen der Beiden schon einmal typisch Österreichische Mehlspeise schmecken. 
Für den weiteren Rückweg gibt es kaum eine Alternative. Die L19 entlang der Krems bietet zum Abschluss noch einmal pures Fahrvergnügen für fast Alle.
Zurück im Hotel erwarten uns schon Lorenz und Uli die Heute nachgekommen sind. Michi musste aus bekanntem Grund pausieren und wird auch die nächsten Tage ausfallen. Der Abend kann nun um 17:10 Uhr feucht und fröhlich beginnen und wird ebenso Enden.
Freitag 26.5.20127 – Dreiländertour 313km
Die geplante Strecke ist länger und zudem anspruchsvoller  als die vom Vortag, daher nehmen wir sie sicherheitshalber nur mit reduzierter Beteiligung in Angriff. So machen sich um 8:50 Uhr Michael mit Sozia Astrid, Andrea, Peter, Manfred, Uli, Felix und Lorenz auf den Weg. Die erste Etappe über Spittal bis nach Stockenboi ist reine Anfahrt und gar nicht spannend. Erst ab kurz vor Stockenboi kommt wieder Bewegung in die steifen Glieder. Kurvig dürfen wir dem Weissenbach folgen und genießen die Fahrt durch den Wald. Den Abzweig zum Weissensee lasse ich schweren Herzens rechts liegen denn wir haben heute doch einige km vor uns. Die erste Zigarettenpause darf aber kurz danach am kleinen Farchensee (L34) genommen werden. 
Bei Tröpollach schwenken wir auf die B90 die uns zum Nassfeldpass leitet. Eine Gruppe knatternder und stinkender Oldies bremst zwar unseren Vorwärtsdrang etwas ein aber in Anbetracht der historischen Brems- und Fahrwerkstechnik sind die Jungs und Mädels trotzdem ziemlich flott unterwegs. Die  Kolonne vor den historischen Fahrzeugen lässt jeglichen Überholversuch als sinnloses Unterfangen einstufen. So genießen wir eben die Kurven des Nassfeld Passes  etwas gemächlicher. In Pontebba verlassen wir dann die Fahrzeugkette um die sichtlich notwendige Mittagspause einzuleiten. Viel Wasser, Kaffee und Panini sind notwendig um wieder einigermaßen fit zu werden. Es ist heiß heute und wohl nicht einmal die Hälfte der Gesamtstrecke geschafft. Also weiter Leute bis Chiusaforte wo wir auf die auf SP76 zum Lago Predil und Richtung Slowenien abbiegen. Eine tolle Landschaft eröffnet sich uns und bereits in Gedanken nehme ich mir vor eine der nächsten Touren in dieses Grenzgebiet zu legen (ein Hotelprospekt mit Tourenvorschlägen liegt mir schon vor). Der Mangard, eigentlich ein Muss, ist heute leider gesperrt. Aber auch so haben wir weiterhin viel Spaß auf der Strecke nach Bovec und weiter der Soca folgend zum Vrsic Sattel.
Die schier unendlich vielen enge Kehren hinauf zum Vrsic Sattel und  in der Nordabfahrt zudem Kopfsteingepflastert, verlangen volle Konzentration,  bieten aber anspruchsvollen Fahrspaß. Erinnerungen werden wach. 1977 bin ich diesen Sattel noch mit meinem vollgepackten R4 nachts abgefahren. Damals waren die meisten Kehren zumindest gepflastert, der Rest zeigte sich im Dämmerlicht der alten Scheinwerfer noch fein geschottert. Heute legen wir dann im Schatten des Waldes eine weitere kleine Verschnaufpause ein , saugen die Landschaft auf und bereiten uns vor um die letzte Etappe des Tages über Kranjska Gora ,Villach, Feistritz, Glanz und den Millstätter See zurück nach Malta in Angriff zu nehmen.
In Villach ist der Feierabendverkehr angebrochen. Bei all den Ampeln und Motorrädern verlieren wir den Überblick über die Truppe und dann auch zwei Mitfahrer. Dank Navi finden sich aber Alle beinahe zeitgleich wieder im Hotel ein. Eine schöne, wenn auch anstrengende Tagestour ist um kurz vor 17:00 beendet.

27.5.2017 – Kleine Gruppe Nockalm – 210km
Ja, nach der gestrigen Ausfahrt über Italien und Slowenien sind heute weitere Ausfälle zu vermelden. Gelenk und weitere Konditionsprobleme lassen unser Trüppchen auf eine überschaubare Größe schrumpfen. Lediglich Felix, Lorenz, Uli sowie meine Sozia Astrid und ich bleiben für den letzten geplanten Ausflug übrig. Also starten wir um 8:55  die Nockalm und Turracher Höhe in umgekehrter Richtung wie Vorgestern zu fahren. 
Angenehm kühl ist es heute früh und die Nockalmstraße nahezu für uns alleine da. Entsprechend schnell finden wir uns an der Eisentalhöhe für das erste Päuschen ein. Allen Ernstes überlegen wir für unsere „Invaliden“ die angepriesene Murmeltiersalbe mitzubringen. Scheinbar gegen alle Zipperlein und insbesondere gegen Gelenkschmerzen wirkend, wäre dies ein geeignetes Mitbringsel. Bei der benötigten Menge finden wir aber keinen Stauraum für das große Fass und verzichten am Ende doch. Die Abfahrt bringen wir auch zügig hinter uns. An der Mautstation kurz vor dem Abzweig zur Turracher 
Straße hat sich schon eine beachtliche Schlange gebildet sodass wir froh sind heute rechtzeitig gestartet zu sein. Den nächster Fotostopp an der Turracher Höhe weiten wir nicht unnötig aus und folgen nahezu der Route vom Vortag. Entlang der Turrach sorgt ein entgegenkommender Trupp betagter Z1 BMW für einen leichten Adrenalinschub. Einer der Z1 scheint zu glauben dass Motorräder fliegen können und nutzt hemmungslos unsere Fahrbahnseite. Der Fahrer möchte wohl seinen Kollegen zu beweisen, dass sein Z1 schneller als die Anderen ist. Möge ihm abseits der nächsten Werkstatt die Steuerkette reisen und sich seine Ventile in die Kolben stanzen!! 
Es folgen wieder das Paaltal und die B93 zum Gasthof Fisherhof wo wir uns mit einem preisgünstigen und trotzdem schmackhaften Strudel stärken. Wir folgen dem Gurktal über Sirnitz bis zum Hochgrindl. Biegen dort heute jedoch links ab und folgen weiter dem Gurktal zur Ebene Reichenau. Nach Wiedweg und Radentheim umfahren wir die Wörterseesstraße auf der L17 nördlich über den Berg. Passieren so Obermillstatt , Laubendorf und Treffling. Die folgende L11 dürfte nicht unbedingt jedermanns Sache sein. Eng und in schlechtem Zustand führt sie durch den Wald Richtung Gmünd
Ein entgegen kommender Traktor mit Bagger im Schlepp verlangt von allen Beteiligten schon etwas Improvisationsvermögen um ohne Kontakt zu passieren. Gegen 13:50 Uhr ist dann auch die letzte Tour dieses Wochenendes zu Ende. Flott waren wir! Ich kann in aller Seelenruhe die „Dicke“ auf den Anhänger verfrachten und das Abschlussbier bestellen. Nach und nach tröpfeln dann die Anderen auch von ihren Kurzausflügen ein und der gemeinsame Abend kann genutzt werden um die letzten Absprachen für die anstehende Westalpentour zu treffen.
Der „Malteiner Hof“ ist „TOURENFAHRER Partnerhaus“ und kann mit wenigen Einschränkungen empfohlen werden. Für die Bikes ist ein kleiner überdachter Stellplatz vorhanden. Das Essen ist gut und reichlich. Obwohl das Hotel nahezu ausgebucht war, wurde das von uns gebuchte „Comfort Zimmer“ wegen wenig schicker Aussicht und Geruchs Einlage vom Hühnerhof hinterm Haus, anstandslos gegen ein günstigeres „Standard Doppelzimmer“ mit Balkon getauscht. 

 
 
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