2018 Friaul - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2018 Friaul

Touren
Mittwoch. 09. Mai 2018 Das Warten hat ein Ende
Wie immer gibt es am Saisonanfang immer ein paar Ungeduldige die es kaum erwarten können Motorräder einzufahren. Mir verhageln Termine die heutige Anreise auf 2 Rädern. Ich werde mich leider erst gegen Mittag auf den Weg machen können. Kein Nachteil ohne Vorteil, so kann ich wenigstens Otto’s KTM zusammen mit meiner Husky aufladen. Otto ist ebenfalls terminlich gebunden und wird separat mit der „Dose“ den Weg finden. Manu und Hans kommen mit ihrem PickUp, nur Felix reist heute tatsächlich auf 2 Rädern an.
Das BELLAVISTA in RAVASCLETTO empfängt mich erst einmal mit Regen. Hans, Manu und Felix sind auch schon vor Ort und genießen bereits Ihr Anlegerbier. Bis ich die Klamotten ausgepackt habe ist auch Otto eingetroffen und wir können eine kurze Regenpause nutzen um die Motorräder vom Hänger zu nehmen.,Nur noch zwei Biker auf der Heimfahrt ihrer längeren Motorradreise teilen sich heute noch das Hotel mit uns. Entsprechend gut ist auch der Hausservice.
Donnerstag. 10.Mai – Die Erste Kurz Tour zum Aufwärmen (182 km)
Felix wird sich heute alleine auf den Weg machen um seine Mutter zu Besuchen. Manu, Hans, Otto und ich hingegen wollen eine der geplanten Aufwärmrunden fahren und entscheiden uns für die Route über Plöcken- und Nassfeldpass. Aber erst einmal muss getankt werden. Wieder mit E-Trex 30 bestückt sorgt die Routenermittlung der Leit-Husqvarna für partielle Orientierungslosigkeit. Zu meiner Ehrrettung zeigen sich heute die anderen Navis ebenfalls etwas verwirrt, womit sich die ersten km etwas umständlich gestalten. Am Ende folgen wir einfach der Ausschilderung über Paluzza Richtung Plöckenpass. 
Zumindest sind nach dem Tanken und Startpunkt suchen die Reifen schon schön warm gefahren. Das Wetter ist durchwachsen, die Straßen hier und da etwas feucht aber trotzdem gut zu fahren. Anfangs noch zügig unterwegs bremst uns am Plöckenpass eine ältere Dame ein weil sie es kaum flüssig um die Kehren schafft aber danach die Lücken zum Überholen in schöner Regelmäßigkeit zu macht. Genervt sein hilft nichts und wer weiß wie wir in 30 Jahren …….  Irgendwann schaffen wir es doch an Ihr vorbei zukommen und gönnen uns nur eine extrem kurze Fotopause an der Passhöhe. 
Schnell düsen wir die holprige Abfahrt nach Kötschach Mauthen hinunter um in Würmlach ein paar Minuten die Aussicht auf die gegenüberliegenden Berge und Blumenwiesen wirken zu lassen. Hier dürfen die Wiesen noch in allen erdenklichen Gelb- und Blautönen erstrahlen. Parallel zur B111 bewegen wir uns dann auf kleinen aber geteerten Wirtschaftswegen nach Osten bevor wir in Tressdorf ein kurzes Stück auf die B111 einschwenken müssen. Was soll’s, kaum Verkehr herrscht heute und in Jeng biegen wir ohnehin schon wieder nach Rattendorf und Tröpollach ab. Über den Nassfeldpass gibt es nicht viel zu berichten. Von Norden in noch relativ gutem Zustand ist die Passhöhe schnell erklommen. Oben, wie schon im letzten Jahr, Geisterstadtähnliche Stimmung. 
Nichts los … dazu trübes Wetter und 2 röhrende, extrem tiefergelegte PKW die sich vor jeder Bodenwelle fürchten müssen. Die Abfahrt nach Pontebba macht richtig Spaß obwohl oder gerade weil es ziemlich Zeit wird den Fahrbahnbelag zu erneuern. Am Marktplatz in Pontebba werden endlich Kaffee und Panini geordert. Ein Österreichischer Motorradfahrer gesellt sich zu uns und versorgt uns mit hilfreichen Tipps für den nächsten Offroad-Ausflug in diese Gegend. Nachdem ein kurzer Regenschauer abgewartet ist,treibt es uns wieder auf die Straße. Drohende Gewitterwolken lassen uns auf schnellstem Weg die wenig spannende SS13 zurück fahren. Über Moggio, Tolmezzo und einem Tankstopp in Sutrio sind wir bald zurück im Hotel Bellavista. Es bleibt sogar noch Zeit für einen kurzen Besuch des Hoteileigenen, recht ansprechenden Wellnessbereichs. Bald treffen auch auch Lorenz und Uli von Ihrer Anreiseüber den Großglockner ein. Das Hotel hat sich, als Tourenfahrer Partnerhaus, mittlerweile mit weiteren Biker Gruppen gefüllt. Heute ist das Service Personal mit der Menschenmenge etwas überfordert was etwas Geduld und Nachsicht der Gäste erfordert.
Freitag 11. Mai …zwei Aufwärmrunden mit Umwegen (264km)
Geschlafen habe ich gut, auch das Frühstück ist annehmbar und so kann der Tag bei einem Sonnen-Wolkenmix beginnen. Wie angekündigt werden wir heuer die Gruppen aufteilen. Hans, Manu und Otto ziehen die kurzen Routen in Betracht und wir, Felix, Lorenz, Uli und ich greifen die geplante Dolomitentour auf welche uns über den kleinen aber vielversprechenden Paso di Monte Rest führen soll.
Nach dem Frühstück verlässt unsere Gruppe RAVASCLETTO Richtung Westen. Obwohl die Straße noch nass vom nächtlichen Regen ist, bereiten die Kurven hinab nach COMEGLIANS bereitet viel Freude. Ab Comeglians müssen wir leider ein paar Kilometer der SR355 folgen bevor wir bei Villa Santina rechts Richtung Ampezzo und zum Paso di Monte Rest abbiegen können. Die Enttäuschung folgt dann in Priuso. Unmissverständliche Verkehrszeichen lassen keinen Raum für Interpretation. Unser Pass ist für Fahrzeuge jeglicher Art und sogar für Fußgänger gesperrt. Auch die Nachfrage bei einem einheimischen Autofahrer führt zum selben Ergebnis. Also umdrehen und eine Alternative suchen. Über Tolmezzo fahren wir auf die SP1 nach Chiaicis. Sofort kommt gute Fahrlaune auf. Der Vorschlag am Sella Chianzutan eine Kaffeepause einzulegen wird einstimmig abgelehnt. Zu sehr lockt das folgende kleine Sträßchen mit Fahrspaß. 
An der Galeria del Beargiut legen wir eine kleine Fotopause ein, genießen den Blick in das Tal der Torrente Azino und wundern uns einmal mehr über hellseherische Fähigkeiten eine Truppe GS Treiber, die weit auf der Gegenfahrbahn in nicht einsehbare Kurven bricht. Wir fahren Kopfschüttelnd weiter und hoffen nicht auf eine Begegnung dieser Art. In Anduins verlassen wir die SP 1, welche uns 12 Kehren und unzählige Kurven geschenkt hat, gen Süden. Auch hier empfangen uns gleich ab Ortsende weitere Acht Kehren. Welche dankbare Improvisation. Nach der Mittagspause am Lago die Tramonti wird wieder die Sperrung des Passes bestätigt.  
Der Wirt meint zwar dass mit den Motorrädern ein Durchkommen möglich sei aber die Carabinieri gut aufpassen und gerne kassieren. Ok – Überredet… wir fahren lieber in westliche Richtung weiter, folgen den Kurven der SP63 nach Poffabro und steigen ab Pian Della Merie in eine wahre Kurvenorgie ein. Sagenhafte 38 Kehren auf minderem Belag erzeugen höchsten Fahrgenuss. Aber Achtung, Restsplitt des Winters erzeugt bei verständlichem Hochgefühl den Ein oder Anderen Drift. Die Reifen der Husqvarna verzeihen viel aber auch die GS im Gefolge schlagen sich gut. In Andreis ist der Rausch dann vorüber, dafür empfängt uns der Lago di Barcis mit einem Blau/Grün das regelrecht zum Fotostopp zwingt. Etwas gemäßigter leitet uns nun die SR251 nach Codissago und Longarone. 
Wir beraten kurz ob wir noch über Forno die Zoldo fahren, wählen aber den direkten Weg nach Tai die Cadore denn eine der dicken BMWs benötigt relativ dringend Sprit den wir in Calalzo die Cadore bekommen. Dicke Regenwolken empfehlen mir nun die Regenhose überzuziehen. Tatsächlich beginnt es kurz darauf zu Regnen. Kurz nach Lozzo die Cadore ist der Regenguss beendet. Gerade rechtzeitig bevor wir wieder auf die ruppige SP619 zur Sella di Ciampigotto einbiegen. Wieder Restsplitt und Belagschäden die eine ganz besondere Freude bereiten. Die Slides sind schon einkalkuliert und er Fahrspaß schier grenzenlos. Den fahrerischen Höhepunkt in Form der 13 Kehren vor der Passhöhe erzeugt ein breites Grinsen unter meinem Helm. Straßen, wie zumindest ich sie mag. Kurzer halt auf der Passhöhe bis die BMWs wieder aufgeschlossen haben und schon geht es wieder bergab. Der Fahrspaß bleibt uns bis Osais die Asaia erhalten. Die Reststrecke über Comeglians zurück zum Hotel ist schnell abgespult. Gerade Rechtzeitig vor dem heftigen Abendregen stellen wir die Bikes unter das Vordach des Hotels. Die Genießer Truppe ist auch schon zurück und berichtet von ihrer Tour die ebenfalls über den Sella di Ciampigotto führte, jedoch wurde der dortige Belagszustand nicht gerade als 
Genussfördernd empfunden. Alles Geschmacksache aber ich liebe ja auch saure Kutteln mit Rösti . Der Abend endet wie immer mit Anliegerbier und später Wein als Betthupferl .

Samstag 12. Mai über den Paso di Lanza und den Predil (226Km)
Heute empfängt uns die Sonne bereits zum Frühstück. Die Gashand juckt und so ist schnell geklärt dass wir in gleicher Gruppenzusammensetzung wie gestern unterwegs sein werden. Auch die Route über den Paso die Lanza mit einem Abstecher nach Slowenien ist zumindest für Felix, Lorenz; Uli und mich schnell beschlossen. Manu, Hans und Otto frühstücken noch und starten etwas später für eine kürzere Runde.
Gegen 9:00 verlassen wir Ravascletto zum warmfahren wieder einmal ostwärts über die Sella Valcalda bevor wir in Paluzza bei der Brücke über den Torrente Büd die Nationalstraße rechts Richtung Paularo verlassen. Die ersten Serpentinen empfangen uns ausgerechnet in dem kleinen Ort Ligosulo. Die schmale SP23 führt uns nun durch einen dichten Wald bis Paularo. Nach Paularo folgen wir dem Hinweisschild Richtung Paso di Lanza bis mein Navi mir vorschlägt scharf, sehr scharf rechts nach Ravinis abzubiegen. Wenige Meter später schon stelle ich fest dass mir die großen GS nicht mehr folgen…. Es wird doch nicht jemand umgefallen sein? 
Dank Mobilfunk können wir aber schnell klären, dass alle anderen Navigationsgeräte geradeaus weiter wollen und den Wanderweg, welchen mein Gerät vorschlägt, als nicht GS-geeignet einstufen. Ich füge mich der elektronischen Mehrheit und kehre ebenfalls um. Gerade als wir wieder startklar sind, tauchen von hinten Hans, Otto und Manu auf die offensichtlich dieselbe Route gewählt haben. Nach einem kurzen Ratsch und Erledigung kleinerer Reparaturarbeiten, auf deren Ursache wir hier nicht tiefer eingehen wollen, machen wir uns wieder getrennt in 2 Gruppen auf den Weg. Neben der Straße in der Wiese steht noch die Winterabsperrung die wir kaum wahrnehmen. Die uns folgender Gruppe um Hans interpretiert dieses Gitter aber als aktive Sperre und dreht, wie wir abends erfahren, um. Lorenz, Felix, Uli und ich hingegen folgen der kleinen mit Split kontaminierten Straße durch den dichten Wald. Eine Gruppe ältere Einheimische Endurofahrer kommt uns flott entgegen. Ein kurzes Stück Almwiese mit vereinzelten Wirtschaftsgebäuden liegt idyllisch im warmen Morgenlicht. 
Das Bächlein Chiarzo begleitet uns bis wir am Agritourismo Al Cippo eine kleine Fotopause einlegen. Hier am Paso die Lanza wollte Hans eigentlich den Weg nach Österreich einschlagen. Das tatsächlich vorhandene Hinweisschild nach Österreich weist jedoch auf einem nicht erkennbaren Weg zum Straninger Sattel. Dieser Ausflug wäre für Manu‘s F700 eher nicht für die geeignet. Richtung Pontebba wird der Weg zunehmend enger. Links und rechts ragen sogar noch Schneefelder bis in die Straße hinein. Ein paar Tage früher wäre hier sicherlich noch kein Durchkommen gewesen. Meine Gruppe hat in Pontebba immer noch keinen Bedarf Coffein oder Kalorien nachzulegen.
Nur die Mopeds bekommen etwas Treibstoff nachgefüllt. Jetzt fahren wir erst einmal über die unaufgeregte SS13 nach Chiusaforte wo wir links Richtung Slowenien in die SP 76 abbiegen. Die nun folgende, gut ausgebaute aber kurvige Straße bringt uns über Sella Nevea und den Lago del Predil zum Paso Predil. Wie auch im letzten Jahr ist die Auffahrt zum Mangart noch gesperrt also folgen dem Flüsschen Koritnika weiter bis wir zwischen Bovec und Zaga im Restaurant Gostilna Zvikar unsere Mittagspause einlegen. Natürlich ordern wir hier Cevapcici, Pommes und weitere Landestypische Spezialitäten. Es ist Schwül geworden als wir bei dem kleinem Ort Uccea rechts in den Wald und die Berge abbiegen. Gewitterwolken türmen sich über dem Laubdach auf. Vereinzelter Regentopfen lassen nichts Gutes erahnen, so dass wir nur durch eine „Biopause“ unterbrochen zügig dem Rio Uccea zur Sella Carnizza folgen. Die Abfahrt nach Resiutta wartet mit engen Kehren auf, die mit nassen, schmierigem Blütenstaub und Blättern gespickt sind und vorsichtig genommen werden wollen. Relativ trocken erreichen wir so die SS13 nach Tolmezzo und kurze Zeit Später das BELLAVISTA in RAVASCLETTO. Die BMWs von Manu und Hans sind schon verladen. Nach einem Anlegerbier kommt auch noch Otto’s KTM auf meinen Anhänger und das Vorabschlussdinner kann eingenommen werden.

Sonntag 13.Mai 2018 noch einmal die kleine Runde über den Plöcken- und Nassfeldpass (158km)
Manu, Hans, Otto und Felix werden heute abreisen. Das WetterCom vermeldet bis zum Mittag gutes Wetter. Eine kleine Abschiedsrunde könnte also noch drin sein. Da Lorenz und Uli die Plöcken- und Nassfeldrunde noch nicht gefahren sind mache die Runde vom Donnerstag einfach ohne Umwege noch einmal. 
Die Blumenwiesen im Gailtal sind noch schöner als am Donnerstag und ab Pontebba gönnen wir heute uns sogar den Weg über die Sella Cereschiatis und das Tal der Torrenta Aupa. Gerade rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen erreichen wir dann kurz nach Mittag das Bellavista. In der Bar neben dem Hotel warte ich zusammen mit Uli und Lorenz bei einem oder zwei Abschlusspilz auf eine Regenpause in der ich die Husqvarna ebenfalls auf den Anhänger laden kann. Da alle anderen Motorradgruppen heute ebenfalls abgereist sind, können wir heute beim Abendessen mit Exklusiv Service die diesjährige Vatertagstour ausklingen lassen.
 
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