2018 Levico Terme - MoFa Stammtisch Indersdorf

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2018 Levico Terme

Touren
Saison 2018 - Abschlusstour nach Levico Terme vom 29. September bis 3. Oktober


FR. 28. September
Natürlich haben wir wieder die freien Tage genutzt und sind bereits gestern angereist. Vermutlich wegen der anwesenden Busreisegesellschaft und direkt im Hotel gebucht erhielten wir ein Zimmerupgrade das sich gewaschen hat. Das reservierte Standardzimmer wurde zu unserer Freude kostenfrei gegen eine Wellnesssuite eingetauscht. Platz ohne Ende und die eigene Sauna auf dem Zimmer werden unseren Aufenthalt im Parc Hotel Du Lac in Levico Terme zusätzlich versüßen. Nach erholsamer Nacht und gutem Frühstück machen wir uns auf bei bestem Wetter die erste Tour diese langen Wochenendes zu starten. Da wir schon oft in dieser Gegend waren sind die Erwartungen an neue Straßen eher nüchtern. Trotzdem finde ich auf der Karte ein paar Wege die noch nicht in meinem Archiv als gefahren markiert sind und sich für den heutigen Warm Up Tag zu eignen scheinen.
Vom Hotel aus fahren wir natürlich ab Caldonazzo über das Sträßchen über Centa San Nicolo und Pian die Pradi nach Cabonare und Nosellari. Hier biegen wir scharf rechts ab und folgen der breiten, gut ausgebauten SP 350 dem Tal der Astico bis Arsiero. Eigentlich ist Arsiero fast schon traditionell der Ort für die erste Kaffeepause, doch heute sind wir schneller dort gedacht und fahren daher gleich auf der kleinen SP81 weiter bis Posina. Hier lockt tatsächlich eine mir unbekannte Straße zum Paso Xomo auf 1058m. Die Höhenangabe klingt zwar nicht sehr berauschend, doch wer das sehr schmale Sträßchen zum Pass befahren möchte sollte zweifelsohne sein Motorrad auch in engen und steilen Kehren beherrschen. An der Passhöhe ist erstaunlich viel los. Etliche PKW haben ihre wandernden Insassen ausgespuckt und lassen bei uns die Frage nach einer Pause gar nicht erst aufkommen.
Nun gilt es sich zu entscheiden ob wir die Abfahrt zur SP46, Valli di Passubio oder Schio wählen. Ich entscheide mich für die Abfahrt zur SP46. Wenig genutzt scheint dieser Weg aber langsam zu verfallen. Tiefe Schlaglöcher und Rillen sowie unübersichtliche Kurven mahnen zur Vorsicht. Unvermittelt auftauchende PKW könnten in den engen Kurven und Kehren zu unangenehmen Bremsmanövern zwingen. Das nächste Zwischenziel Recoaro Terme ist weniger hübsch als gedacht und so verzichten wir auch hier ein weiteres Mal auf die eigentlich notwendige Kaffeepause. Wegen etlicher Baustellen und Umleitungen finde ich den Einstieg zur SP99 nicht,  welche eine spannende Alternative zur relativ viel befahrenen SS46 nach Rovereto darstellen würde.
Was soll’s, dann fahren wir halt doch über den Passo Xon zurück und genießen bei heute geringem Verkehrsaufkommen trotzdem die Kurven der SS 46 bis Rovereto. Die Zeit ist schneller fortgeschritten als gedacht, zudem ist die Anzahl der gefahrenen Kurven hoch genug um das heutige „Warm Up“ als abgeschlossen zu betrachten. Kurzentschlossen fahren wir auf schnellstem Weg von Roveretto über Mattarello nach Calceranica al Lago und Levico Terme und genießen nach 177 meist spannenden KM unser Zimmerupgrade.
Do. 29.September 143km Kaiserjägerweg – ein Muss auf jeder Levico Tour

Gestern Abend sind Petra und Felix nach anstrengender Anfahrt gut angekommen. Bereits beim Abendessen war klar dass die Beiden als Erstlingstäter zum Einstieg den Kaiserjägerweg serviert bekommen. Wie immer finde ich die Zufahrt zu diesem Motorradfahrerschmankerl nicht auf Anhieb. Es scheint als würde die Gemeindeverwaltung in Caldonazzo die Straßenführung extra wegen mir regelmäßig ändern. Eher ist es wohl meine Ungeduld und die Vorfreude die mich hier immer wieder orientierungslos werden lässt. Letztendlich und ohne nennenswerten Verzug können wir dann doch den Aufstieg angehen. Zehn enge Kehren warten auf uns. Leider werden wir durch einen Münchener T5 Fahrer etwas eingebremst. Dieser hätte zwar genug Ausweichmöglichkeiten uns passieren zu lassen , möchte aber einfach nicht. Ein entgegenkommender Holztransport zwingt ihn aber doch noch in eine Ausweichbucht. Der Fahrer des mächtigen Agrargefährts winkt uns freundlich vorbei bevor er selbst talwärts in die Kehre einfahren kann. Jetzt lockt freie Fahrt für freie Biker.
Für Neuzugänge ist der Photostopp am Belvedere der Kehre 7 ist ebenfalls Pflicht. Der freie Blick auf den Lago di Levico , Lago Caldonazzo im Westen und das Brentatal im Osten sind einfach zu imposant um vorenthalten zu werden.
Scharf rechts biegen wir später in die Strada Valle di Assa ein. Das nächste Ziel ist wieder einmal das Ex Forte Gschwendt. Bei dem heutigen schönen Wetter wird ein kleiner Spaziergang auf der Wehranlage mit phantastischer Aussicht in das Asticotal und Carbonare belohnt.

Die Füße sind vertreten womit die nächste Etappe über Carbonare nach Tonezza del Cimone in Angriff genommen werden kann. Ungefähr auf halben Weg läge rechter Hand noch das Forte Cherle. Ab dem gleichnamigen Hotel an der Straße wären es gute700m Fußweg. Nachdem wir aber gerade erst wieder auf die Bikes gestiegen sind lasse ich das Forte auch dieses Jahr links liegen. Der nächste Fotohalt erfolgt wieder einmal an der Chiesetta di Restele. In Tonezza del Cimone haben wir uns dann, mangels Verfügbarkeit selbstgemachten Italienischen Eises, einen Cappuccino oder Latte Macchiato verdient.
Arsiero streifen wir heute wieder nur leicht. Gleich nach der Einfahrt in den Ort machen wir uns halb rechts davon in die Berge. Extrem kurzweiligen Fahrspaß bescheren uns nun die 19 Kehren zum Passo della Borcola. Die etwas gemäßigtere Abfahrt über Terragnolo, Serrada und Mezzomonte nach Folgaria bieten aber auch nicht weniger als 27 Kehren. Welch Festmahl für die kurvenliebende Zweiradfahrer.
Der Rest ist fast schon wieder Hausstrecke. Über San Sebastiano, Pian Dey Pradi und Caldonazzo geht es zurück nach Levico. Der Hausstrand, unsere Heimsauna und ein zwei Kugeln Eis aus der Hotelbar warten schon.
30.September 133km Pso Manghen und die Pyramiden von Segonzano
Der Himmel ist bedeckt, Nebelwolken wabern über dem See und es ist kalt. Wir machen uns trotzdem auf den Weg, denn der Wetterbericht verspricht Besserung. Möglichst schnell bringen wir die wenigen Kilometer nach Roncegno Terme zum Einstieg in die Manghenstraße in hinter uns. Der Himmel lässt die Sonne zwar noch nicht durch, doch der Nebel hat sich bereits gelichtet und freie Sicht auf die Straßenführung ist garantiert. Kurz nach Martinelly siegt auch die Sonne über das kondensierte Wasser in der Luft. Eine prachtvolle Gebirgslandschaft liegt vor uns. Reste von Nebelfetzen hängen noch in den Hängen und bieten eine einzigartig sehenswerte Kulisse. Die Stimmung mit dem Fotoapparat einzufangen kann eigentlich nur scheitern. Als Erinnerungsstütze dienen die folgenden Knipspausen aber allemal. Die daheimgebliebenen werden sich sicherlich grämen.
Die Manghenstraße ist teils eng und unübersichtlich. Offensichtlich radarbestückte Tiefliger auf zwei Rädern scheint dies immer häufiger nicht zu beeindrucken. Kurz vor der Passhöhe schnalzen zwei dieser Jagdpiloten so vehement um die Ecke, dass wir froh sind gerade auf einem Kiesplatz die Aussicht zu genießen. Hier schon mehrmals ums Haar abgeschossen, gehe ich den Manghen bewusst defensiv an und hoffe dass wir Biker ihn noch lange genießen können. Den obligatorischen Kaffee die Morgensonne an der Hütte und nach dem Pass genießen wir trotzdem. ..
Ab Molina begeben wir uns Südwestlich auf die SS612. „SS“ könnte für "sehr schnell stehen", denn diese gut ausgebaute Straße mit sehr schnellen Kurven ist ein idealer Spielplatz für heimische Hobbyrennfahrer. Selbst wir lassen es zügiger als üblich angehen. Da breit und schnell nicht unbedingt unser Metier ist verlassen wir nach guten 23km diese Rennstrecke wieder in Richtung Avisiotal. Nach Piazzo machen wir einen kurzen Stopp an den Pyramiden von SegonzanoDa der Zugang wegen Mittagspause geschlossen ist können wie diese Naturmonumente nur von der Ferne betrachten. Ein längerer Aufenthalt im Cafe Chiosco alle Pyramidi ist nicht gewünscht und so können
wir letztendlich gleich die Heimfahrt antreten. Über Segonzano, Sover und vorbei am Lago di Piazze und Lago della Serraia fahren wir nach Levico Terme wo wir die Tour nach 133km mit einem Eisbecher und einem Schub Koffein beenden.

1. Oktober 0 km
Es Regnet und auch der Wetterbericht verspricht heute keine Besserung. Nachdem zumindest die Tropfen etwas kleiner werden verkürzen wir uns die Vormittagsstunden mit Spaziergängen entlang des Lago di Levico . Zum Aufwärme nutzen wir nachmittags die Saunen im Wellnessbereich des Du Lac.

2. Oktober 152km um den Monte Bondone.
Der Regen ist wie weggeblasen und die Sonne strahlt wieder ungetrübt vom Himmel. Ein idealer Tag um wieder einmal den Mte. Bondone zu erklimmen. Üblicherweise eist es dort oben um diese Jahreszeit saukalt und die dicken Handschuhe kommen vorsorglich gleich zum Einsatz. Auf schnellstem Weg bringen wir die Strecke nach Trento hinter uns. Auf Anhieb und ohne Verirrungen steigen wir dann in die alte Bergrennstrecke ein. Viel ist heute nicht los womit die beinahe 40 Kehren auf den Bondone ungetrübt genossen werden. Wie immer ist es tatsächlich frisch hier oben aber längst nicht so frostig wie in den letzten Jahren.
Die Aufwärmpause am Restaurant Capanna Viote können wir uns daher schenken und gleich der SP25 Richtung Garniga Terme folgen. Schmal bohrt sich das Sträßchen am Hang entlang durch den Wald, gibt hier und da einen wunderbaren Blick auf das Etschtal (Valle dell’Adige) frei.
Wie so oft folgt dann nahezu die Fahrt über Cimone, vorbei am Lago die Cei zum Paso Bordala. Zumindest jetzt verlangt meine mir selbst auferlegt Fürsorgepflicht für die Mitfahrer eine Pause. Im Hotel Passo Bordala bestellen wir mehr oder weniger Paarweise einen Capuccino. Dieses Vorgehen löst beim Wirt Unverständnis und Gemurre aus. Ja mei, da hier neben uns lediglich ein Radlerpaar versorgt werden muss hält sich sein Zusatzaufwand eigentlich in Grenzen und ich lerne, dass Granteln nicht nur eine auf Bayern beschränkte Eigenschaft ist.

Gestärkt schwingen wir weiter über den Berg nach Ronzo Chienis, Varano und San Velice Mori. Hoppla, die Straße hier links ab habe ich bisher immer übersehen! Umdrehen und fahren. Mal schauen wo es hin geht. Monzano und Nomensino sind gut auf der schmalen Straße zu erreichen. Die Abfahrt nach Lenzima beinhaltet aber einige tückische, steil abfallende Kehren. Gegenverkehr welcher zum Bremsen zwingen würde birgt das typische Risiko bei eingeschlagenem Vorderrad einen wenig eleganten Abstieg zu vollziehen. Wir kommen gut durch und genießen kurz nach Lenzime noch einmal den Blick ins Etschtal und nach Rovereto
Felix und Petra wollen nun den schnellsten Weg zurück zum Hotel nehmen womit wir ab hier die gemeinsame Ausfahrt beenden.
Astrid und ich wollen noch ein paar Kurven fahren die wir uns ab Caliano erst auf der SS350 nach Folgaria gönnen bevor wir die Tour mit dem Passo del Sommo endgültig zum Abschluss zu bringen.

Wegen stark nachlassendem Interesse an den Saison-Abschlusstouren rechtfertigt sich der Planungsaufwand nicht mehr, womit Diese wohl die letzte vorab organisierte Herbstausfahrt des MFST war.

 
 
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