2019 Slowenien - MoFa Stammtisch Indersdorf

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

2019 Slowenien

Touren
Vatertagsausfahrt nach Slowenien
Do. 30. Mai bis So. 02. Juni 2019

Der Plan:
Geplant war, dass Michael und Astrid als Vorhut von Montag bis Donnerstag die ausgesuchten Touren abfahren um diverse Unwägbarkeiten in Form von Schotterstraßen auszuschließen. Fakt ist, dass bei Ankunft im Basislager die R1200R gerade noch rechtzeitig vor dem aufkommenden Regen der nächsten Tage abgeladen ist. Statt der Erkundungstouren folgten Regenspaziergänge um den Bledsee, ein Ausflug nach Ljubljana, eine ziemlich erfolglose Exkursion zur Burg Bled (ursprünglich Burg Veldes), welche wir aber wegen endloser Besucherschlangen vor der Kasse, vorwiegend bestehend aus Asiaten und Amerikanern, abbrechen. Als Ersatz gönnen wir uns im Cafe der Villa Preseren ( http://www.sportina-turizem.si/de/index.php/vila-preseren/ueber-die-vila-preseren/cafe-lounge-vila-preseren ) am See die bekannten, wenn auch mächtigen Bleder Cremeschnitten und schauen zu wie die Regentropfen kleine Kreise in den See zeichnen.
Am Mittwochabend den 29. Mai war dann mit Felix, Otto, Michi2 sowie Manuela und Hans bereits das erweiterte Team vor Ort. Das Hotel Lukanc (http://www.lukanc-bled.com/hr/) wäre im Grunde ein gutes Basislager um den Triglav Nationalpark zu erkunden. Leider gibt es 2019 erst im Juni Halbpension (und ab 2020 nur noch Frühstück), so dass wir jeden Abend einen ca. 1,5 km langen Marsch zum See in Kauf nehmen müssen. Da es teilweise zünftig Bergauf geht, ist der Weg für Menschen mit Handicap oder schwacher Kondition wenig geeignet. Auch ein Bar- oder Gaststättenbetrieb ist im Lukanc nicht vorgesehen. Auf Nachfrage gibt es aber doch an zwei Tagen für uns ein Nachmittagsgetränk. Das Frühstück geht jedoch in Ordnung. Die Auswahl am Buffet ist groß und auf Wunsch serviert der Wirt Rührei, Spiegelei oder Pfannkuchen. Mittlerweile knurrt den Neuankömmlinge so sehr der Magen,  dass wir uns auf den Weg Richtung See machen. Astrid und ich hatten bereits Gelegenheit die beiden nächstgelegenen Restaurants Mlino und Sova hier am See zu testen. Wir empfehlen eindeutig das Sova (https://www.restavracija-sova.com/en/). Für 7 Personen finden wir hier ohne Reservierung aber keinen Platz und kehren notgedrungen im Restaurant Pension Mlino ( http://www.mlino.si/ ) ein. Das Mlino bietet zu annehmbaren Preisen lokale Küche untermalt mit Oberkrainer Musik. Die Qualität des Essens ist noch befriedigend bis gut. Trotzdem (nicht nur wegen der Oberkrainer) reservieren wir für den nächsten Abend im Sova einen Tisch. Die Auswahl an Speisen und deren Qualität rechtfertigen die moderat höheren Preise eindeutig.
Am Donnerstag ist Motorradfahren noch immer nicht die Aktivität der ersten Wahl, da aber genügend PKWs vor Ort sind können wir heute als Alternative eine kleine Wanderung zum Savica-Wasserfall einfügen. Zeitgleich machen sich zu Hause auch noch Andrea, Peter, Christian und Uli auf den Weg nach Bled. Seit meinem letzten Besuch des Wasserfalls mit den Transalpfreunden 1995 hat sich dort einiges getan. Der Weg hinauf zum Wasserfall ist gut ausgebaut und leicht zu begehen, kostet aber ein kleines Eintrittsgeld. Unten am Parkplatz befindet sich ein neues Restaurant welches ebenfalls lokale Gerichte anbietet und natürlich können an der Kasse Souvenirs gekauft werden. Der kleine Ausflug zum Wasserfall ist die Anstrengung des Aufstiegs auf alle Fälle wert. Da heute noch schlechtes Wetter ist, bleiben wir hier weitgehend von Asiatisch-Amerikanischen Besuchergruppen verschont. Wir lassen uns Zeit so dass kurz nach unserer Rückkehr zum Basislager auch die restlichen Stammtischmitglieder begrüßen können. Ihre Anfahrt war heute wohl etwas frostig aber weitgehend trocken. Das Abendessen im Sova Stellt unserer Truppe ausnahmslos zufrieden so dass sogleich einstimmig der Beschluss gefasst wird gleich wieder für den nächsten Abend zu reservieren.

Am Freitag lässt der Regen endlich nach und wir können unsere erste Tour in Angriff nehmen. Leider hat Otto seinen Helm zu Hause vergessen, doch mit Hilfe unseres Wirts ist schnell ein Motorradhändler ausgemacht der auch Helme verkauft. Wir Anderen merken kaum etwas von dieser Aktion und können nach dem Frühstück ohne Verzug die heutige 177km kurze Tour starten.
Über Bled wollen wir in weitem Bogen auf der „905“ durch die Berge nach Bohinjska Bistrica fahren. Schon bald nach Bled deutet ein Baustellen- und Umleitungsschild an, dass wir wohl zumindest mit Behinderungen rechnen müssen. Wir lassen uns dadurch nicht wirklich abhalten da manchmal, mit Motorrädern trotz Baustelle, ein Durchkommen möglich ist. Dieses Mal haben wir Pech. Kurz vor dem Abzweig zur „906“ gibt uns ein LKW Fahrer eindeutige (?) Zeichen dass hier die Strecke zu Ende ist. Also fahren wir wieder die aufgefräste Straße zurück und versuchen unser Glück auf der Hauptstraße „209“. Hier geht es naturgemäß flott voran und das Tal der Sava entschädigt ein bisschen für die entgangene Kurvenhatz in den Bergen. Ab Bohinjska Bistrica folgen wir bergauf der „909“ durch den Wald, bis wir auf einen großen Parkplatz eines Skigebiets treffen ( https://www.soriska-planina.si/ ). Hier auf 1281m gönnen wir uns auch die erste Kaffeepause. Die Bedienung hat heute ihren ersten Arbeitstag und ist entsprechend verunsichert aber unsagbar nett. Wir haben viel Spaß und beim Abschied freut sich das Mädel sichtlich über ein reichliches Trinkgeld. Der „909“ folgen wir dann bis Pedrovo Brdo, wo wir in die „403“ einbiegen. Schon in Grohovo ob Baci biegen wir aber wieder links in eine kleine Nebenstraße ab, passieren Buco, Jesenica (nicht zu verwechseln mit dem im Balkankrieg geschundenen Örtchen in Kroatien) und Cergno. Ab hier führt uns die „912“ kurvenreich, vornehmlich durch Walgebiet, bis zur Einmündung der Davca in die Selska Sora. Nun müssen wir uns entscheiden ob wir die geplante Tour zu Ende fahren oder wieder den kürzeren Weg über das Skigebiet nach Bled nehmen. Die Mehrheit ist für die kurze Version. Die Hütte am Parkplatz lassen wir jetzt links liegen. Hunger und die Vorfreude auf das Abendessen treiben uns zurück.

Samstag 124km:
Heute nehmen wir den direkten Weg zum Skigebiet und besuchen sogleich „unsere“ Kellnerin vom Vortag. Immer noch lacht sie bei jeder Gelegenheit herzlich und freut sich über jede unserer Bestellungen. Trotzdem müssen wir uns dann doch trennen und folgen wieder der kleinen Kurvenreichen „909“ durch den Wald. Das Flickwerk unter den Rädern tut dem Kurvenspaß keinen Abbruch, obwohl manch eine/r über ungefilterte Schläge ins Rückgrat klagt. Ein paar KM später treffen wir auf die besser ausgebaute „403“ und auf das Flüsschen Selska Sora, dem wir ein paar KM Richtung Osten folgen. Genüsslich schwingen wir in weiten Bögen durch das Flusstal bis Zelezniki um ab hier wieder links ab, in die Berge abzubiegen. Wir folgen der schmalen „635“ nach Drazgose und biegen kurze Zeit später in eine unbenannte Nebenstraße nach Lajse ein. Relativ steil führt sie uns durch saftige Wiesen hinunter nach Selca, wo wir wieder auf die breite „403“ treffen. Kurz vor Bucovica verlassen wir die Hauptstraße wieder links ab Richtung Norden. Dieses ebenfalls unbenannte Sträßchen führt uns durch kleine Weiler und Dörfer wie Knape, Cepulje, Javornik und Psevo nach Kranj. Da der Heimweg vermeintlich in wenigen Minuten hinter uns gebracht zu sein scheint, wird der Vorschlag eine weitere Kaffeepause einzulegen kurzerhand verworfen . Die Nebenstraße die ich wähle, benötigt dann aber doch einige Minuten mehr als gedacht. Wir passieren Jamnik und machen eine kurze Bio-Pause mit Blick auf die Kirche St. Primoz (831m). Genießen anschließend die 7 Kehren nach Kropa um letztendlich, an Radovljica vorbei, zurück zur Unterkunft zu fahren.
Heute gibt es leider kein „Anlegerbier“ vom Wirt, so dass wir auf dem Weg zum Abendessen in dem kleinen „Cafe und Ferienhof “ Izletniška Kmetija DORNK ( http://dornk-bled.com/home/)
einen Zwischenstopp einlegen. Die Wirtin betreibt ein kleines Museum in dem neben Stickereien ihrer Mutter noch allerlei Ramsch aus vergangenen Jahren ausgestellt ist. Bereitwillig zeigt sie auch ihr Haus und die „Schwarze Küche“ ( https://www.restavracija-sova.com/en/ ). Der Chef des Sova spendiert zum Abschied und weil wir marginal länger auf unseren Tisch warten müssen als vorgesehen, eine Runde Sekt, die wir natürlich gerne annehmen.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü